2017 Glücksjahr?

Strand Glücksjahr 2017 Rückblick Fabienne Glitch

2017 war alles und nichts. Dieses Jahr auf Papier zu bringen ist für mich eigentlich unmöglich – keine Worte werden diesem Jahr gerecht. Ich versuche es trotzdem.

Gestartet bin ich mit dem unausgesprochenen Wunsch, meine Glückszahl 17 möge mir ein ebensolches Jahr bescheren. Jetzt, zum Ende hin, das Fazit: Das Jahr entsprach nicht meinen Vorstellungen. Nun frage ich mich, woher diese abgedroschene Fantasie stammt, dass ein Glücksjahr rosarote Zuckerwatte, ein Dauergrinsen und ein «happily ever after» beinhaltet? Ich gebe für einmal Walt Disney die Schuld und bin mittlerweile überzeugt, dass ein Glücksjahr auch platinblond, 150 Tage «Kopf-im-Wattebausch» und »reset please» beinhalten kann.

Obwohl ich die Definition meines persönlichen Glücksjahrs noch nicht abschliessend formulieren kann, war ich selten so dankbar wie in diesem Jahr. Seien wir ehrlich: Ohne Freunde und Familie wäre ich dieses Jahr verloren gewesen. Es gibt viele verschiedene Arten von Beziehungen – allesamt verschiedene Formen vom Bedürfnis sich nahe zu sein. Sie basieren jedoch alle auf der gleichen Notwendigkeit, dass man sich gegenseitig wertschätzt. Es gibt kaum ein hässlicheres Gefühl als die Erkenntnis, dass, was man zu geben hat, für die andere Person nicht von Wert ist. Diese Person einen nicht festhalten will. Wenn Wegbegleiter von heute auf morgen dein Leben verlassen, hinterlässt das nicht nur Narben, sondern vor allem grosse Fragezeichen an der eigenen Person.

Oder um es in Jacob Banks Lyrics auszudrücken:

Say that you don’t want me, say that you don’t need me, tell me I’m the fool.

Ich kann mich nicht aufrichtig genug bei meiner Familie bedanken, die mich nicht nur in meiner Leidenschaft der Fotografie unterstützt, sondern mich wieder zum Lachen bringt.
Viel Girlpower hat mich im 2017 vorwärts getragen. Symbolisch für all die starken Frauen, die an meiner Seite sind, hebe ich mein Patenkind in den Vordergrund – der kleinste Girlboss mit der goldigsten Art.

Aus diesem Jahr nehme ich sicherlich mit, dass man sich manchmal verändern muss, obwohl man das so nicht wollte oder geplant hatte, sondern weil es die Situation erfordert. Zudem die Erkenntnis, dass ich zum Glücklichsein nicht viel brauche. Was dieses wunderbar, leichte Gefühl in mir auslöst, das finde ich leider in keiner Disney-Geschichte. Vielmehr im gewöhnlichen, unspektakulären Alltag. Immerhin werde ich mutiger. Neben dem Solo-Trip nach Bali, in dem ich mich mit Surfboard auf die Wellen wagte oder die völlige Ruhe bei Yoga Nidra fand, habe ich mir endlich ein Helix-Piercing stechen lassen. Jeder, der meine Angst vor Nadeln kennt, weiss, welche Überwindung mich das kostete. Notiz an mich selber: Bitte mehr davon im 2018!

Den Jahresrückblick 2017 beenden will ich mit der schönsten Veränderung: Auch wenn ich für alles Wörter finde und daraus gar Sätze bilden kann, fällt es mir in taffen Zeiten viel einfacher, mich mit Bildern auszudrücken. 2018 wird man mich hauptsächlich visuell begleiten können. Dazu bald mehr.

Es wird an der Zeit, dass ich aufhöre, mich im weiten Meer treiben zu lassen, und endlich mit beiden Händen zu paddeln beginne. 2018 los geht’s!

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