Colombia mi corazón

Colombia

Wo soll ich bloss anfangen? Es ist wohl nie leicht sich über eine solche Herzensangelegenheit zu äussern. Denn da bin ich ganz klar eine typische Landsfrau: Stolz und Freude überkommen mich, wenn ich daran denke, woher ich stamme. Und da können einem schon mal die Worte fehlen.

Nun denn, ich wage den Versuch und starte meinen ersten Bericht über mein Heimatland mit der Erwartung an mich selbst, eine neue Reisereihe hiermit zu starten. Schliesslich hatte ich ja erst kürzlich angemerkt, dass ich mehr über meine Heimat in Erfahrungen bringen möchte. Und vielleicht ist dies auch gleich Ansporn, damit wir nächstes Jahr nach Kolumbien fliegen und ich meine Heimat mal als Touristin bereise. Also nicht nur Familienbesuch und die mir bekannten Plätze und Orte, sondern so eine richtige Touri-Rucksackreise.

Kolumbien ist weit mehr als nur FARC, Kaffee und Pablo Escobar.

Der Beweis folgt sogleich.

Damit das gleich aus der Welt geschaffen ist: Ich stamme ursprünglich aus der Hauptstadt Bogotá. In Medellín war ich allerdings auch schon einmal, und zwar im Jahr 2011. Klar, die Klischees über diese «Drogenhochburg» waren auch mir bekannt und ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich keine Bedenken hatte, diese Stadt im Nordwesten zu besuchen. Allerdings hat mich Medellín echt umgehauen. Sauber, modern, freundlich und kaum Gehupe auf den Strassen. Wer wie ich Bucaramanga kennt, eine Stadt mitten im Landesinnern, der weiss, wie laut es dort sein kann. Deswegen war ich auch so positiv überrascht, dass diese Stadt doch so ganz anders sein kann.

Oft werde ich gefragt, ob denn eine Reise nach Kolumbien nicht gefährlich sei. Und was man denn alles so gesehen haben muss. Ich kann dazu nur sagen: Nein, es gibt gefährlichere Länder zu bereisen. Zudem sind meine Landsleute wirklich überaus freundlich und meist sehr offen und hilfsbereit Fremden gegenüber. Wie bereits erwähnt, wir sind sehr stolze Bürger und zeigen gerne die Schönheiten unseres Landes anderen. Obwohl ich in Kolumbien geboren und nur kurze 4 Lebensjahre dort verbracht habe, verspüre ich diese Liebe bis heute. Ich habe einige tolle Orte bereist und doch habe ich sie bisher nur aus einem Blickwinkel betrachtet. Ist wohl einfach so, wenn man nur mit den Eltern Ferien macht und die Familie besucht. Schlussendlich sieht man nur einen Bruchteil des Ganzen. Deswegen möchte ich auch unbedingt auf eigene Faust dort hin und bekannte sowie unbekannte Orte kennenlernen.

Was du also unbedingt gemacht haben musst (und was ich unbedingt noch machen muss):

  • Bogotá: Auf 2640 Meter, da solltest du eine Jacke dabei haben. Warm ist anders. Besuch im Goldmuseum, Botero Museum und unzählige Spaziergänge – ich liebe die Architektur in meiner Stadt!
  • Bucaramanga: Trotz der Verkehrsmasse eine schöne Stadt, die es sich lohnt zu besuchen. Schliesslich sprechen wir hier von der «Cuidad de los parques» (Stadt der vielen Parks). Hier lohnt es sich besonders der Ausflug zum «Parque Nacional de Chicamocha» – halb Wanderparadies und Freizeitpark.
  • Barichara: Die Stadt meiner Vorfahren ist für mich definitiv eine der schönsten Städte Kolumbiens. Die kleinen weissen Häuser haben etwas Griechisches. Eine Ruheoase um Energie zu tanken!
  • San Gil: Auch hier habe ich Wurzeln mütterlicherseits. Da ich bis anhin noch nie richtig dort war, muss das nachgeholt werden.
  • Medellín: Eine moderne Stadt, heute Fashion-Hochburg und Zentrum der plastischen Chirurgie (zu sehen gibts also immer etwas Spannendes…). Unbedingt mit der Gondelbahn den Berg hinauf und die Aussicht geniessen sowie im Botanischen Garten spazieren gehen.
  • Barranquilla: Im Februar am Karneval die Nächte durchtanzen.
  • Cartagena: Die alte Kolonialstadt mit ihren wunderschönen Häusern, feinsten Restaurants und Bars ist immer eine Reise wert.
  • Tayrona National Park: In den Hängematten schlafen, frei lebenden Pferden einen guten Morgen wünschen und die Route zur Ciudad Perdida  auf sich nehmen. Ein Muss!
  • San Andrés: Das Miami Kolumbiens. Nicht mein Ding da viel zu touristisch für meinen Geschmack. Nur 20 Minuten Luftlinie-Entfernung gehts weiter zu einer kleineren viel interessanteren Insel namens «Providencia». Ein Geheimtipp und ein ganz besonderer Ort für mich.
  • Cali, Villa de Leyva, Armenia, Manizales, Cucuta, Eje Cafetero, Amazonas sowie der Nevado del Ruiz – alles Orte, die ich noch nie bereist habe und unbedingt gesehen haben möchte.

Und sogleich stelle ich mir jetzt die Frage: Wie gut kenne ich eigentlich meine zweite Heimat die Schweiz? Seit über 26 Jahren hier wohnhaft und doch noch nicht alles gesehen. Schon zwei gute Vorsätze also fürs 2016 – best of both worlds sozusagen!


Verlosung: Carrier Bird Postkarten-Kalender

Ich mag die traditionelle Postkarte aus den Ferien einfach immer noch und freue mich stets, wenn ich eine solche zugeschickt bekomme. Bereits im März diesen Jahres haben wir dir die talentierte Carrier Bird Macherin Martina Friedli vorgestellt und freuen uns ganz besonders dürfen wir nun ihren besonderen Postkarten-Kalender 2016 verlosen.

Sobald der Monat um ist, können die einzelnen Monatsblätter ganz einfach zu Postkarten oder Minikunst umgebastelt werden. In Bern auf Altpapier gedruckt, handgemacht mit viel Liebe. 

So gehts: Kommentiere diesen Artikel mit einer gültigen Emailadresse (oder auf Facebook)  und verrate uns, welches Land du im 2016 unbedingt näher kennenlernen möchtest. (Teilnahmeschluss ist Dienstag, 8.12.2015). Viel Glück!

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