Cosmo Sheldrake Love

Cosmo Sheldrake

Musik schafft es, mich immer wieder freudig zu überraschen. Über einen solchen tollen Glücksmoment berichte ich dir heute.

Musik bringt mich zum Nachdenken, hilft mir bei kreativen Durchhängern und spornt mich zum Tanzen an. So ist es natürlich naheliegend, dass man mich zu Konzerten nie lange überreden muss. Die besten Konzertmomente bleiben einem ja noch jahrelang in Erinnerung: So zum Beispiel ist die Frage bis heute ungeklärt, ob mein Vater oder ich beim Santana-Konzert die strahlenderen Augen hatte. Ganz klar hingegen ist, wer von uns beiden bei meinen Konzert-Jugendsünden den schmerzenden Rücken und die schlechte Sicht auf die Bühne hatte.

Sogar noch besser sind die unvergesslichen Konzertmomente, die man so gar nicht erwartet hatte. Im November 2013 standen wir in der Schlange der Bar vom Kaufleuten Festsaal und warteten auf Johnny Flynn. Die Musik des talentierten Briten lief bei mir ununterbrochen und so war die Vorfreude auf den Konzertbesuch dementsprechend gross. Wer als Vorband spielte, war mir bis dahin egal, der Name Cosmo Sheldrake mir gänzlich unbekannt.

Mit dem üblichen Konzertbier in der Hand, sahen wir wie Cosmo (was für ein toller Name!) die Bühne betrat. Seine Bühnenpräsenz war angenehm zurückhaltend und die ersten beiden Songs kurios aber vielversprechend. Damit du dir ein genaueres Bild machen kannst, hier eine kurze Beschreibung: Der junge Brite ist eine Einmannband. Er kreiert mit allerhand Instrumenten aber vor allem mit alltäglichen Lauten wie Kratz- oder Klopfgeräuschen wunderbare und fast schon bizarre Tonexperimente. Er selbst bezeichnet sich als: «multi-instrumentalist musician, composer and producer.»

Mit seinem Song «Rich» hat er bei mir und dem ganzen Publikum den sogenannten «Cosmo-Moment» erzeugt – Gänsehaut-Feeling pur! Auch die Geschichten, wie er zu seinen einzelnen Tonaufnahmen kommt, waren erheiternd und machen ihn unheimlich sympathisch.

Cosmo Sheldrake ‚Rich‘ – live at the pig sty from Gallivant Film on Vimeo.

Gut Ding will bekanntlich Weile haben und so freute ich mich letzte Woche sehr, als ich auf seiner Facebook-Seite die Nachricht las, dass seine Debut-EP «Pelican We» endlich in den Startlöchern steht. Ich kann es kaum erwarten!

He is an improviser and much of his work is concerned with play, nonsense and the sonorous environment.

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