Diamonds

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Quelle: www.thecontraster.com

Seit Monaten lässt bei mir das Interesse für Mode merklich nach. Kurz: Ich bin plötzlich modefaul und damit wahrlich nicht alleine.

Zu Beginn habe ich mein fehlendes Interesse auf meinen Konsumverzicht geschoben:

Wer nichts kaufen darf, dem gefällt besser auch nichts.

Ich wollte gar nicht erst in Versuchung geraten, also habe ich Onlineshops, Newsletter und Geschäfte gemieden, ja gar ignoriert. Dabei habe ich gleichzeitig auch bemerkt, dass es mir an nichts fehlt. Mein Schrank ist gut gefüllt und mit meinen zeitlosen Basics passt immer alles irgendwie zusammen.

Als ich mich dann nach und nach erneut mit Mode beschäftigte, musste ich etwas frustriert bemerken: Es gibt nichts Neues, nichts spricht mich an oder gar schlimmer, alles habe ich schon einmal während meiner Jugend getragen.

Ich frage mich ernsthaft: Warum sollte ich nach bald 15 Jahren die gleichen Outfits wieder tragen? Liebe Modeschaffende, muss das wirklich sein?

Die Adidas Superstar waren schon damals in den verschiedensten Ausführungen in meinem Besitz und auch die bauchfreien Tops habe ich damals nicht links liegen gelassen. Das Sonnenbrillengestell war damals auch schon rund und hauchdünn (Ray Ban lässt grüssen) und für das Tragen eines Choker musste ich eine lange Diskussion mit meiner Mutter in Kauf nehmen. Schwarze Spaghettitops trug man bei kühlen Temperaturen über einem engen Langarmpulli und die Haargummis waren noch flauschig. FILA und Reebok waren das Mass aller Dinge und prangten in grossen Lettern von T-Shirts und Taschen. Wer wirklich cool war, sah man an der Art und Weise, wie er seine Latzhosen trug – und mit monochromen Outfits konnte nun wirklich niemand punkten. Bunt und laut musste es sein! Und wie man ein Jeansoutfit auf keinen Fall kombinieren sollte, haben uns schlussendlich Britney Spears und Justin Timberlake gleich zum Ende der 90er ein für alle Mal vor Augen geführt (oder besser gesagt: in unsere aller Hirne gebrannt).

Jetzt bitte ich dich, vor deinem geistigen Auge, meine kurze Beschreibung mit den aktuellen Modekampagnen zu vergleichen: Genau, es ist alles wieder da.

Die 90er sind zurück und sie werden nicht etwa neu interpretiert, sondern sie werden 1:1 kopiert.

Genau so waren meine Teenagerjahre und ich möchte sie in keinster Weise missen, aber all das nochmals erleben? Nein, danke. Lediglich mit einem 90er-Überbleibsel kann ich mich heute besser anfreunden als damals: die hoch geschnittene Jeans. Das mag wohl daran liegen, dass ich erst mit dem Alter meine Kurven wirklich zu schätzen weiss.

In meiner jetzigen Modefrustration habe ich nun beschlossen, meinem zurückhaltend skandinavischen Stil auch 2016 treu zu bleiben, und mich nur an kleinen Anschaffungen zu erfreuen. So spare ich gleichzeitig für die ganz grossen Mode-Träume und laufe nicht Gefahr ein Déjà-vu-Foto zu kreieren.

Vier Sommeraccessoires haben allerdings doch meine Aufmerksamkeit erlangt. Sie haben einen Hauch 90er, passen aber doch irgendwie zu meinem jetzigen Stil:

Und zum Schluss gäbe es da noch die gute Levis-Latzhose, die für die bevorstehenden Festivaltage, vielleicht doch noch zum Zug kommen darf.

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