Diamonds

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Bild: Corey Blaz | unsplash.com

Musik gehört zu meinem Leben, seitdem ich existiere. Denn bereits als kleiner Wurm im Bauch meiner Mama hüpfte ich wie wild umher, wenn ich Musik wahrnehmen konnte. Klassische Musik hatte es mir besonders angetan, zumindest erzählt dies meine Mama nun schon seit 31 Jahren. Auf Beethoven und Tschaikowsky folgte bald darauf kolumbianischer Cumbia und Flans, eine mexikanische Musikgruppe, die wohl hierzulande kaum jemand kennt. Als wir in die Schweiz zogen, gab es für mich allerdings nur noch David Hasselhoff und Michael Jackson (logisch oder?). Rauf und runter, immer dieselben Kassetten, bis ich jedes einzelne Lied in- und auswendig konnte.

Meine erste CD und zugleich die wichtigste Frage im Leben: «What is love» von Haddaway, is‘ ja klar!

Ich kann wahrlich von mir behaupten, dass ich querbeet Musik konsumiert habe. Im Elternhaus hörten wir besonders oft Jazz und Soul sowie lateinamerikanische Musik – und genau diese Musik steht für den Impuls, der für mich bis heute noch wichtig ist: Leidenschaft. Solange ich diese in einem Musikstück verspüre, mag ich es. Egal welchem Genre zugehörig, aber Musik muss ich bis ins tiefste Mark fühlen können.

Flöte? Ich puste lieber Kuchen.

Wer mich etwas länger kennt, der weiss, dass ich schon seit Kindesbeinen an Musik mache. Angefangen hat es natürlich mit der klassischen Blockflöte. Die wollte ich aber ganz schnell wieder loswerden. Voll langweilig. Denn ich sah mich auf grossen Bühnen stehen. Äh, ich meine sitzen. Pianistin wollte ich werden. Und aus diesem Grund musste das Keyboard her, danach folgte auch schon das E-Piano. Noten lesen und spielen, ja das konnte ich nicht schlecht. Klavierspielendes Wunderkind? Fehlanzeige, eher guter Durchschnitt. Ich schob die Schuld auf meine etwa 90ig-jährige Klavierlehrerin, die mich ständig nur tadelte, wenn die Finger nicht am richtigen Platz waren. Alsbald entdeckte ich mit 9 Jahren meine Stimme. Ich erinnere mich gut: klein Evelyn auf Schulreise und die Mädelsgruppe sang lauthals «Alles aus Liebe» von den Toten Hosen. Meine damalige Erzfeindin drehte sich zu mir um und sagte mir: «Evelyn, hör auf zu singen, du kannst es nämlich nicht».

Autsch, ja das hatte gesessen.

Aber so wie ich nun mal bin, spornte dieser Spruch mich an, ihr zu zeigen, wo der Hammer hängt. Also bettelte ich meine Eltern an mich anstelle des Klavierunterrichtes in den Gesangsunterricht zu schicken. Kritisch beäugte mich meine damalige Lehrerin, denn eine so junge Schülerin würde sie normalerweise nicht annehmen. Ich glaube mich erinnern zu können, dass ich von La Bouche «Sweet Dreams» vorgesungen hatte. Ein weiterer Eurodance-Klassiker, ha! Und als ich nach dem Probesingen nach Hause kam, verkündete ich stolz wie Bolle, dass ich fortan unterrichtet werden würde.

Karma baby!

Musikpause

Huch, das wird ja plötzlich ein ziemlich persönlicher Beitrag! Nun zum Wesentlichen und Aktuellen. Ja, Musik gehörte schon immer passiv und aktiv in mein Leben. Ich hatte auch schon längere Pausen vom Singen. Denn manchmal muss man pausieren, um wieder zur alten Leidenschaft zurückzufinden. Heute ist das Singen und Musik hören mein alltäglicher Begleiter, aber von einer Karriere träume ich schon lange nicht mehr. Ich finde es schön, begleitet mich mein Hobby und ist es kein Müssen. Und doch habe ich immer mal wieder einen Hänger. Da mag ich weder Musik hören noch singen. Uninspiriert könnte man sagen. Ziemlich frustrierend, wenn man in den Unterricht hineinspaziert und zugeben muss «Du, heute mag ich eigentlich gar nicht so». Zum guten Glück ist meine heutige Lehrerin supergeduldig mit mir und schafft es mit den kleinsten Übungen mich wieder anzuspornen.

Und so kam es, dass ich nach meinem kurzen Hänger gleich drei tolle Songs auf meinem wöchentlichen Spotify-Mix entdeckte, welche ich momentan rauf und runter höre und stets mitsinge. Wie in alten Zeiten. Oder um es in Nate Dogg’s Worten auszudrücken:

Music and me, go together perfect harmony
Soft and mellow, or so hard it’ll make your speakers explode
Stay with me, and together we will live out this dream
My music and me

Aktuelle Musik-Diamanten

Lady Wray: Do it again

Eine Mischung aus Alicia Keys, Joy Denalane und Mary J. Blige. Dauerschleife!

Eryn Allen Kane: How Many Times

Wie gerne würde ich den Song mal live spielen! Ich mag die kratzige, kräftige Stimme dieser Sängerin. Und wie sie mit dem immer gleich bleibenden Text phrasiert und das Lied zugleich immer stärker werden lässt. Wahnsinn!

Maggie Rogers: Alaska

Das ist doch die aus dem Video mit Pharell? Ja genau. Wie schnell der Aufstieg geschehen kann, hat Maggie Rogers bewiesen. Und Pharell wusste es von Anfang an: die kann was!

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