Diamonds

Ordnung
Quelle: Kevin Niu | unsplash.com

Man nimmt sich immer so viel vor. Besonders wenn es gegen Ende Jahr zugeht. Die Vorsätze sind immer vorhanden, doch diese auch wirklich in die Tat umzusetzen, ja das fällt uns irgendwie schwer. Schon länger fühle ich mich in meiner Wohnung etwas unwohl. Zu viele Dinge umgeben mich, es fühlt sich an, als würde mein Besitz mich besitzen. Es muss etwas passieren. Beinahe wöchentlich habe ich mir das selbst gesagt, hätte ich doch bloss mehr Zeit, mich dem Entrümpeln auch zuzuwenden. Papperlapapp. Die Zeit ist eine reine Priorisierungssache. Also muss meine Aussage lauten, dass viele andere Dinge über einer solchen Aufräumaktion stehen. Bis gestern.

Dieses Wochenende habe ich nonstop dazu genutzt, einen Anfang zu machen. Und zwar den schwerwiegendsten in meiner Wohnung: meinen Kleiderschrank. Ich habe ihr Buch zwar nie gelesen, aber so oft davon gehört, dass ich es gar nicht mehr lesen brauchte. Die Marie Kondo Methode (auch schon einmal Thema in meinen Diamonds) war bereits bei vielen Bloggern präsent, sodass ich hier gerne ein paar Artikel dazu verlinke.

Für mich habe ich also aus den unzähligen Artikeln folgende Dinge mitgenommen:

  • Erster Schritt: Gesamter Schrankinhalt muss auf den Boden.
  • Bei jedem Kleidungsstück stelle ich mir folgende Fragen: a) macht mich dieses Teil glücklich? b) Wann hatte ich es zum letzten Mal an? c) Werde ich es jemals wieder anziehen oder bewahre ich es aus reinen Nostalgiegründen?
  • Ich sortiere den Gesamtinhalt in drei Kategorien: 1. Behalten, 2. Vielleicht, 3. Muss weg. Das Vielleicht wird etwas kritischer beäugt und ganz einfach beantwortet: Ich hatte es in den letzten 12 Monaten nicht an, also kommt es weg.
  • Ich ordne nach Farben und Kategorien (sprich: Hosen, Röcke, Kleider, Pullover usw.).
  • Ich nehme mir fest vor zukünftig 1 Teil rauszuschmeissen, wenn ich etwas Neues kaufe.
  • Ich rolle meine Shirts in die Schublade.

Gesagt und getan, ganze 8 Stunden später fühle ich mich wahnsinnig erleichtert. Alle Schränke und Schachteln bin ich durchgegangen und habe mich von Kleidungsstücken, Taschen, Schuhen und Accessoires verabschiedet. Kurzerhand entschied ich mich, dies für dich zu dokumentieren (da spontan, gibt es leider kein Vorher-Bild).

Und jetzt schäme ich mich. Ich schäme mich dafür, dass ich so viele Klamotten habe, die ich so lange nicht mehr angezogen habe und täglich das Gefühl habe, ich hätte nichts anzuziehen. Klar, ich liebe Mode und beschäftige mich damit, doch die Masse an Dingen, die ich loswerden möchte und die Masse, die noch immer in meinem Kleiderschrank zu finden ist, erschreckt mich. Mein Vorsatz lautet nun also, meine Konsumgewohnheiten überdenken und nach und nach noch mehr loswerden. Denn das fühlt sich wirklich sehr toll und befreiend an.

Ich werde übrigens 2 grosse Säcke an Kleidung spenden und den Rest verschenken sowie verkaufen. Mögen die Stücke eine neue Besitzerin finden und Freude bereiten. Und ich? Ja ich leg jetzt meine Füsse hoch, denn ein ganzes Wochenende nur aufräumen macht ganz schön müde. Peace out!

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