Dubai, dabei … !

Dubai

Bevor ich den Japan-Reiseguide fortführe, möchte ich einen Zwischenhalt in Dubai einlegen, da wir diesen tatsächlich auf der Reise nach Japan eingelegt hatten. Wie bereits im Japan: Part 1 erwähnt, ging es mit der Emirates Airline von Zürich nach Dubai. Mit knapp nur 6 Stunden Flugzeit fliegst du die grösste Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate am Persischen Golf und die Hauptstadt des Emirats Dubai an. Ich muss zugeben, wir hatten uns nicht gross vorbereitet, da ich den grösstmöglichen Kulturschock erleben wollte. Klar, die Skyline kannte ich aus dem Fernsehen und die Vorstellung über das goldene Dubai war vorhanden, doch was da auf uns zukommen wollte, hatten wir nicht erwartet.

Ankunft

Der Flughafen ist äusserst modern und gut signalisiert. Leider wollte das elektronische Einreisen nicht so recht klappen, also standen wir ganz klassisch am Schalter an. Bereits bei der Ankunft fühlten wir das unpersönliche Willkommen am eigenen Leib, schliesslich sieht man nicht alle Tage lächelnde Hologrammmänner. Wir fanden das bis anhin noch witzig und liessen uns dadurch nicht beirren.

Kaum waren wir aus dem abgesonderten Bereich im öffentlichen Flughafen, schon gings auf die Suche nach der Dubai-Metro. Und schwupps waren wir auch schon drin und das für geschlagene 40 Minuten, denn wir mussten praktisch ans andere Ende der Stadt. Mir fiel sofort auf, dass diese Stadt unglaublich multikulturell ist. Burka bekleidete Frauen, nebst modernen Business-Damen. Menschen jeden Alters und jeder Herkunft – alle mit dem gleichen Ziel: zur Arbeit zu fahren. Nicht gerade Ferien-Fieber, aber was solls, wir wollten ja gerne auch ein Stück «wahres» Dubai kennenlernen.

Transportmittel

Wie erwähnt, fuhren wir mit der Metro, da a) günstig und b) wir Zeit hatten und somit einen ersten Blick auf die Stadt werfen wollten. An der nächsten Metrostration unseres Hotels angelangt, mussten wir feststellen, dass der Fussweg nicht länger als 10 Minuten gedauert hätte, es aber ein Unmögliches ist über die Autobahn zu Fuss zu kommen. Es gibt kaum Fusswege und mit Gepäck, bei bereits 30 Grad um 6.30 Uhr morgens, kein leichtes Unterfangen. Also beschlossen wir, für die kurze Fahrt doch noch ein Taxi zu nehmen. Auch hier mussten wir lernen: Dubai funktioniert nur Einweg. Die 2-minütige Fahrt dauerte dann doch 12 Minuten, weil eben, der Chauffeur nicht einfach so zum Ziel kommt. Überall wird gebaut und wirklich jeder fährt mit dem Auto, dementsprechend ist auch der Verkehr.

Unterkunft

Wir beschlossen, so typisch schweizerisch, in einer Schweizer-Hotelkette zu übernachten. Ich muss zugestehen, dass ich mich auch dafür eingesetzt habe, weil Mövenpick Hotels & Resorts ein ehemaliger Kunde meinerseits ist und ich weiss, dass speziell dieser Standort einer der besten der Hotelkette ist. Wir hatten Glück und konnten zum kleinen Aufpreis ein Executive-Zimmer am Jumeirah Beach buchen, das für eine Nacht auch wirklich bezahlbar war. Zudem wollten wir uns zu Beginn unserer Reise ein wenig Luxus gönnen. Und wir sollten nicht enttäuscht werden! Wir wurden herzlich empfangen und dann in den Executive-Bereich geführt, wo uns ein frischer Saft gereicht wurde und wir abgesondert einchecken durften. Da wir schon sehr früh im Hotel ankamen, mussten wir noch etwas aufs Zimmer warten, wurden aber zwischenzeitlich mit einem superleckeren Frühstück verköstigt. Alles, was das Herz begehrt – von schweizerischen Gerichten bis zu einheimischen Spezialitäten – wir waren einfach begeistert! Das Zimmer hatte alles zu bieten: eine traumhafte Aussicht aufs Meer, eine Badewanne, eine grosse Dusche und ein noch grösseres Bett. Daran gibt es nichts auszusetzen. Ausser an den vielen Baustellen, vor dem schönen Strand, aber das ist Gewöhnungssache, denn Dubai besteht praktisch nur aus Sand, Hochhäusern und Baustellen.

Das Mövenpick-Hotel hat einen guten Anschluss an den Strand, den man innert 2 Minuten erreicht und es werden einem sogar Sonnenschirm und Badetücher ausgeliehen. Das Meerwasser ist schön klar, aber bei geschätzter 28 Grad Wassertemperatur nicht wirklich erfrischend. Also ging es für den Rest des Tages an den Hauspool, wo wir den ganzen Tag Cocktails schlürften und im Schatten unser Ferienbeginn genossen.

 

 

Sightseeing

Da wir lediglich für zwei Tage in Dubai weilten und einer davon ein Badetag am Strand und am Pool sein sollte, wollten wir am zweiten Tag Dubai in kompakter Form näher kennenlernen. Alle rieten mir dazu in die Dubai-Mall zu fahren. Naja, ob das nun das richtige Dubai ist … ich bezweifle es. Aber nachdem wir unser Gepäck am Flughafen eingestellt hatten und wir fast verhaftet wurden, weil wir uns auf der Rolltreppe küssten, war unsere Laune im Keller. Etwas westliche Luft in einer Shopping-Mall zu schnuppern, zu diesem Zeitpunkt, gar nicht mal so verkehrt. Ja, du hast richtig gelesen: verhaftet! «Klar, das weiss doch jedes Kind», denkst du dir jetzt. Aber wenn man in Ferienstimmung ist, entspannt nach dem ersten Tag und zudem frischverliebt, na, dann können Sitten und Regeln eines Landes halt in Vergessenheit geraten. Und ganz ehrlich: Ja, ich hatte echt Schiss, jedes Schreckensszenario lief vor meinen Augen ab. «This is not America», so der Polizist.

Zurück zum Wesentlichen:

  • Dubai Hotel Atlantis: Wir fuhren dorthin, um ihn zu sehen, den berühmten Hotelkomplex. Gegessen haben wir italienisch, denn alles andere war viel zu teuer. Und gelohnt hat es sich nur des Aquariums wegen.
  • Dubai Mall: in der Tat sehr imposant. Es gibt wohl alles zu finden, einfach alles. Nach 8 Stunden Aufenthalt und Frustshopping hatten wir allerdings endgültig die Nase voll. Wir träumten von einem kühlen Bier – denkste, in Dubai kriegst du natürlich keinen Alkohol.
  • Burj Khalifa: Gesehen, bewundert, abgehakt.

Fazit

Verstehe mich nicht falsch, ich bin unendlich dankbar darüber, hatte ich die Gelegenheit eine neue Kultur bzw. ein für mich neues Land und eine neue Stadt kennenzulernen. Auch wenn ich bezweifle, dass ich das «echte» Dubai entdeckt habe. Vielmehr das Bild, welches Dubai von sich selbst zeichnen möchte. Und dieses Bild will mir nicht gefallen. Ich fühle mich nicht wohl in einem Land, in dem ich meinen Freund nicht umarmen und küssen darf, in dem ich keinen Alkohol trinken darf und ich aufpassen muss, wie ich mich gebe und kleide. So bin ich nun halt mal nicht aufgewachsen, daher:

Scho nätt u so, aber ender weniger!

PS: Das Bier in der Heineken-Lounge im Transitbereich des Flughafens Dubai, kann ich dir wärmstens empfehlen.

Cheers!
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