Week in Berlin

Berlin Week 2015

Wer mich etwas länger und besser kennt, der weiss, Berlin ist wie mein zweites Wohnzimmer. Vor ungefähr 15 Jahren hat es zwischen uns gefunkt und seither bin ich verliebt. Ach was, da mache ich mir selbst was vor. Ich liebe Berlin, aber verliebt bin ich eigentlich schon lange nicht mehr. Denn die Stadt, so schön sie auch sein mag, hat echt verdammt viele Macken und Tücken. Der raue Wind, der verträgt eben nun mal nicht jeder – für mich ist er allerdings immer wieder erfrischend ehrlich.

Gestartet bin ich in meine Berlin Week mit meiner DITO Hälfte Fab. Sie hat dir ja bereits über unsere gemeinsamen drei Tage ausführlich berichtet. Nun ist es an mir, dir die restlichen 6 Tage zu schildern, bzw. meine Berlintipps hiermit weiterzugeben. Wie Fab schon erwähnt hatte, war es für uns beide höchste Zeit unsere Batterien aufzuladen. Die letzten Wochen haben uns geschafft, oder anders gesagt: Die letzten Wochen waren für uns Berg und Talfahrt sowohl privat als auch beruflich. Da ist es nicht verwunderlich, haben wir die ersten paar Tage zusammen einfach nur genossen, unsere Mails nicht mehr gecheckt und uns einfach dem verlängerten Wochenende hingegeben. Mit Fab kann ich das eben, shoppen, essen und feiern so ganz ohne Stress.

Als Fab mich am Montag schon verlassen musste, habe ich die Location gewechselt und in meiner Stammunterkunft dem Michelberger Hotel eingecheckt. Es ist bestimmt schon das zehnte Mal, dass es mich in das Hotel verschlägt, in dem rund um die Uhr «The Dude» aus der Röhre guckt. Ich mag das Hotel ganz besonders, da es im Kiez Friedrichshain gut gelegen ist (die U1 ist vor der Haustüre, so wie auch die S-Bahn und das Tram), es in der Nähe der besten Clubs liegt und einen ganz besonderen Charme pflegt. Die Betten sind auch sehr bequem und die Dusche ein transparentes Erlebnis (das Zimmer Typ «Cosy» ist also nur sehr eng befreundeten Gästen zu empfehlen). Einzig das Frühstück, ja das finde ich zu teuer. Schliesslich kann ich in Berlin von 16 Euro praktisch einen ganzen Tag Verpflegung geniessen. Der Cappuccino an der Hausbar sei dir aber zu empfehlen, genau so wie die Drinks, welche das praktisch nur englisch sprechende Personal zaubert.

Gegessen habe ich dann übrigens sehr pragmatisch an der U-Bahnstation «Schlesisches Tor», welches ich dir unbedingt ans Herz legen möchte. Denn direkt unter der U-Bahnstation  befindet sich der beste Burger-Imbiss der Stadt (und der Name ist Programm): «Burgermeister». Echt lecker und ebenfalls ein Erlebnis für sich.

Die nächsten drei Tage habe ich an der re:publica verbracht, der Online Konferenz für digitale Themen. Wie ich bereits in meinem Diamonds berichtet habe, gab es da einige Highlights, wie z.B. die Präsentation über das Kunstprojekt Ai WeiWeis, oder auch Friedemann Karig mit «Die Abschaffung der Wahrheit» über die Lügenpresse. Der Herr hat eine fulminante Show abgeliefert und ich zolle seinen rhetorischen Fähigkeiten grössten Respekt.

Mit grosser Freude erwartet und nicht enttäuscht wurde ich von der Bloggerin «Journelle», der ich schon letztes Jahr gespannt gelauscht habe. Dieses Jahr ging es ums Thema «Liebe im digitalen Zeitalter» und führte vor Augen, dass in Zeiten von Tinder und Co. uns ganz neue Möglichkeiten geboten werden, diese aber nicht nur positive Aspekte beinhalten. Es braucht neue Beziehungsformen, so scheint das Thema im 2015 zu lauten.

Dazu lesenswert:

Da ich es toll finde, wie auch solche Themen an der re:publica Platz haben, möchte ich es nicht verpassen, dir auch die letztjährige Rede von Journelle hier zu präsentieren.

Mit dem Ende der re:publica läutete ich mir «Ich-Zeit» ein, dass bedeutete für mich: Schlafen! Darauf hatte ich mich nämlich schon lange gefreut, einfach Zeit für mich, meine Blogs, Serien, Musik hören, gutes Pale Ale zu trinken und Kräfte sammeln für alles, was dieses Jahr noch kommt. Und das habe ich wirklich geschafft, die letzten drei Berlin Tage waren Erholung pur.

Es ging zum Aveda Friseur am Kudamm, zum Streetfood Thursday in der Markthalle, zum leckeren Joris Mittagessen, zum Brunch ins Hallesches Haus, zum Spaziergang im Park am Gleisdreieck und zum U-Bahnkonzert des Strassenmusikers Béranger. Bei all der Entspannung habe ich kaum Fotos gemacht, nein, vielmehr habe ich einfach den Moment genossen und den Zauber Berlins auf mich einwirken lassen. Denn wenn man es zulässt, kann das graue, betonartige Berlin wie ein frischer Frühlingswind wirken, der einen stärker macht für all das, was kommen mag.

Und in etwa so klang das dann auch. Von diesem Herrn werden wir in Zukunft noch so einiges hören.

 

Meine Berlin Tipps

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