I am

I am sherlocked.

«Wenn du gross bist, möchtest du dann… Meeresbiologin werden?» «Nein.» «Lehrerin?» «Uff, nö.» «Oder „Pöstlerin“?» «Lieber nicht. –  Ich werde einmal Detektivin!»

Mittlerweile bin ich gross (gut, darüber könnte man sich jetzt streiten) oder zumindest älter und nichts davon geworden. Auch nicht Privatdetektivin. Die Faszination für den detektivischen Spürsinn ist jedoch geblieben und so habe ich mir während den Weihnachtstagen, in extremem Ausmass, alle Episoden der BBC-Serie Sherlock angeschaut. Schlaf wird ja bekanntlich überbewertet. An dieser Stelle möchte ich begründen, weshalb mir die Serie so gut gefällt:

  1. Sie spielt in London, meinem Geburtsort.
  2. Sie hat diese düstere, vernebelte Bildsprache.
  3. Ein Klassiker wird modern interpretiert: Das hebt die Serie meiner Meinung nach von den Sherlock Holmes-Filmen ab und schafft einen neuen Bezug.
  4. Die Briten & ihre Mäntel: Nur schon wegen dem Belstaff-Mantel von Sherlock, mit dem hochgeschlagenen Kragen und dem roten Knopfloch für Detailverliebte wie mich, muss man einschalten.
  5. Geistige Fähigkeit & soziale Standards: Wie rüde und unfreundlich darf man als Intellektueller sein? Gelten moralische und soziale Gepflogenheiten nicht? Hier in der Serie scheint es so und das ist irgendwie unterhaltend sowie befreiend zugleich.
  6. Benedict Cumberbatch: Er mag vielleicht nicht in allen Rollen überzeugen, aber als Sherlock Holmes ist er schlichtweg genial.

Du wirst dir jetzt denken, die Tante ist mit dieser Ankündigung wohl gut und gerne vier Jahre zu spät. Ja, aber diese Serie ist so hervorragend, da lohnt sich die Erwähnung auch jetzt noch. Ausserdem sind die Dreharbeiten zur vierten Staffel erst gerade jetzt angelaufen. Wir können uns also Ende Jahr auf neues Material freuen! Bis dahin muss ich mit anderen Detektiv-Serien vorlieb nehmen: Die CBS-Serie Elementary kann ich empfehlen, wenn du es beispielsweise lieber amerikanischer und bunter magst, dennoch auf schräge Vögel nicht verzichten willst. Allerdings kann ich hier insbesondere vom Opener nicht genug bekommen (grosse Opener-Liebe!). Eine wirklich schöne visuelle Idee sowie Umsetzung von Simon Clowes und Team.

Zwei weitere Empfehlungen in Kurzform: Luther und True Detective. Während Luther ebenfalls schon vier Jahre seit der Erstausstrahlung auf dem Buckel hat, ist True Detective genau vor einem Jahr angelaufen. True Detective ist actionreich, blutrünstig und kann mit Matthew McConaughey einen Oscar-prämierten Schauspieler als Zugpferd vorweisen. Aber auch Luther muss sich nicht verstecken, immerhin wird Idris Elba momentan sogar als 007-Nachfolger von Daniel Craig gehandelt.

Für meine zweite Karriere als Privatdetektivin habe ich also mehr als genug Inspiration. Was noch nicht ist, kann ja noch werden.

Sherlock 221B
Quelle: http://www.bbc.co.uk/programmes/galleries

I am sherlocked oder #221back.

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4 Comments

  • Übrigens sei jedem Fan die Literaturvorlage „The Adventures of Sherlock Holmes and the Memoirs of Sherlock Holmes“ von Arthur Conan Doyle empfohlen. Wer die Originalgeschichten kennt, wird die unzähligen Referenzen schätzen und umso mehr bewundern, wie gelungen der Spagat zwischen Original und Neuinterpretation ist.

    • Dem kann ich natürlich nur zustimmen! Danke André! Eine wunderbare Möglichkeit die Wartezeit bis Ende Jahr zu überbrücken. Also Leute, stellt auch einmal die Kiste aus und nehmt das Buch zur Hand.

  • Dito, André!

    Ich habe als Kind die Bücher von Sir Arthur Conan Doyle gelesen.

    Und wenn wir bei Nostalgie und London sind: „State of Play“ (die Serie aus dem Jahr 2003) kann ich sehr empfehlen.

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