Japan Part 1: die Reisevorbereitung

Japan Reisevorbereitung

Seit dem letzten Jahr ist in meinem Freundes- und Bekanntenkreis das Japan-Reisefieber ausgebrochen. Und auch ich habe mir einer meiner Lebensträume ebenfalls im vergangenen Jahr erfüllen dürfen. Ursprung dieser Reise war eine lustige Bierrunde und endete dann in einer neuen Liebe, die mich auf dieser Reise begleitete.

Als Halbkolumbianerin bin ich es gewohnt regelmässig meine Heimat und meine Familie dort zu besuchen. Nicht falsch verstehen, Kolumbien ist das tollste Land, das es gibt. Voll schön und so. Aber man will dann doch nach 28 Jahren einfach mal was Neues erkundigen. Japan stand schon immer zuoberst auf meiner Bucket-List, da es doch vollkommen andersartig erscheint und ich immer mal erleben wollte, wie es sich anfühlt, wenn ich mich in einem Land nicht verständigen kann. Eines vorneweg: Japan war besser, als ich mir je erträumt hatte und ich will so rasch als möglich wieder zurück ins Land der aufgehenden Sonne!

Da das Japan-Fieber ansteckend ist, wurde ich nun schon mehrmals, um Tipps gebeten, denn das Reiseziel ist auch in diesem Jahr unter den Favoriten. Gerne nehme ich dies zum Anlass meine lang geplante Dito-Japan-Serie nun anzupacken und beginne mit dem Anfang jeder Reise: der Reisevorbereitung.

Ich packe meinen Koffer…

Reisezeit

Geplant haben wir unsere Reise ca. im Januar, gebucht haben wir im Februar und verreist sind wir dann Ende August/Anfang September, und zwar für 3 volle Wochen. Wir haben absichtlich den Spätsommer ausgesucht, da ich gerne noch etwas Wärme erleben wollte. Ausserdem war mir schon zu Beginn klar, dass die Flüge rund um die Kirschblütenzeit (Ende März bis Anfang April) viel höher sein mussten.

Beachte, dass es im August in Japan wirklich sehr feucht und heiss ist, im September dann deutlich angenehmer. Wir hatten echt Glück mit dem Wetter, kaum Regen und stets angenehme Temperaturen, da es immer leicht bewölkt war. Daher musst du dir gut im Vorhinein überlegen, was du in Japan machen möchtest. Denn da gibt es so einiges zu erleben: Wandern, Skifahren (Dezember – März), Städtetrips, Badekultur geniessen oder klassische Strandferien – das Land hält für jedermann etwas Passendes bereit. Hinweis: Die Badesaison endet genau am 31. August, danach ist die Küste anscheinend mit Quallen übersät. Ausweichmöglichkeit bieten dir dann nur die Okinawa-Inseln, mit karibischem Flair.

Flug und Unterkunft

Wir hatten echt Glück und fanden im Reisebüro (Hotelplan) einen Flug für rund CHF 950.- pro Person via Dubai mit Emirates. Da wir Dubai ebenfalls nicht kannten, beschlossen wir auf dem Hinweg nach Japan einen 2-tägigen Stop zu machen und der Stadt einen Besuch abzustatten. Ich flog zum ersten Mal mit Emirates und war angenehm überrascht. Der Service war gut, genügend Beinfreiheit war auch vorhanden und beim Rückflug kamen wir dann sogar in den Genuss eines Fluges in der A380 von Dubai nach Zürich. Fast wie in der Business-Class!

Betreffend Unterkünften musst du dir keine Sorgen machen. Die altbewährte Buchungsplattform booking.com hat sich auch in Japan bewährt! Oftmals haben wir unsere Unterkunft erst 2 Tage im Voraus gebucht, da wir so flexibel wie möglich sein wollten. Einzig das Ankunftshotel für die ersten Nächte in Tokio, eine Nacht im Kapselhotel und eine Nacht im Ryokan (einem traditionell japanischen Gasthaus) hatten wir vorab gebucht. Welche Unterkünfte wir ausgesucht hatten, erfährst du dann in weiteren Japan-Berichten.

Reisen mit dem Zug und dem ÖV

Gaaanz wichtig! Verpasse die Gelegenheit nicht in Japan mit den Shinkansen Zügen herumzureisen. Ein einzigartiges Erlebnis und unsere liebe SBB kann sich da noch ein grosses Stück davon abschneiden! Die Züge sind sauber, stets pünktlich und alles ist bis aufs kleinste Detail durchgeplant. Da lohnt es sich allemal den Japan Rail Pass zu besorgen, den du übrigens unbedingt vor deiner Reise kaufen solltest, da es diesen anscheinend nur im Ausland gibt. Ist so eine Art Generalabonnement, welches dich dazu berechtigt, fast jeden Zug in Japan zu benützen. Die Platzreservationen sind kein Muss aber von Vorteil, ausserdem kannst du diese zu deinem Japan Rail Pass kostenlos an jedem grösseren Zugschalter in Japan beziehen. Keine Extrakosten also, dafür einen gesicherten Sitzplatz mit viel Bein- und Gepäckfreiheit. Den Japan Rail Pass haben wir online gekauft und dann am Flughafen Narita durch die gekennzeichnete Informationsstelle erstellen und ausfüllen lassen. Der Flughafen Narita besitzt eine ordentliche Signaletik und du findest den Weg problemlos zur Informationsstelle, keine Sorge.

In den Städten lohnt es sich dann übrigens eine Metrokarte zu kaufen, die als Prepaid-Karte funktioniert. In Tokio heisst diese zum Beispiel SUICA und kann auch in Geschäften zur bargeldlosen Bezahlung eingesetzt werden. Ansonsten ist gerade in den grösseren Städten das S- und U-Bahn fahren kein Problem. Vieles ist in Englisch angeschrieben und wer lesen kann, dem entgeht auch nicht, dass eine einzelne Fahrt kinderleicht am Automaten gelöst werden kann. Schliesslich steht unter der gewünschten Haltestelle der Betrag, den man zu lösen braucht. Einfacher geht nimmer.

Gepäck

Während meiner ganzen Reise habe ich mich dermassen über mich selbst geärgert, weil ich einfach viel zu viel Gepäck mitgenommen hatte. Glaube mir: Du brauchst NICHTS mitzunehmen! Japan und insbesondere Tokio ist das Shoppingparadies schlechthin. Und jetzt kommts: In jedem Hotel – vom Kapselhotel bis zum 5-Sterne Luxustempel – bieten sie dir das Grundset für deinem Aufenthalt:

  • Zahnbürste und Zahnpasta
  • Hausschlappen, da du in Japan traditionellerweise die Schuhe ausziehst
  • Pyjama oder auch einfach gesagt, ein langes Nachthemd oder einen Zweiteiler
  • Shampoo, Conditioner, Duschgel, Bodylotion
  • Rasierer, Nagelfeile, Wattepads, Kamm, Haargummis
  • usw.

Also leere deinen Kulturbeutel gleich wieder, denn all das wirst du dort sowieso vorfinden und das auch noch in bester Qualität!

Gut zu wissen

  • Nützliche Apps 
  • Diese Ausdrücke musst du kennen
    • Guten Tag: Konichiwa
    • Danke: Arigatō gozimasu
    • Entschuldigung: Sumimasen (geht übrigens für alles!)
    • Süss: Kawaii!
    • So geil/Grossartig: Sugoi!
    • Prost: Kampai!
    • Gleichgültige Bejahung: So desu ne
    • Wie viel kostet das?: Ikura desu ka?
    • Die Rechnung bitte: Okanjō onegai shimasu
  • Sprache: Englisch sprechende Japaner anzufinden ist eher die Ausnahme. Obschon in den grösseren Städten fast alles auch Englisch angeschrieben ist, so ist es keine Selbstverständlichkeit, sich verständigen zu können. Wir hatten aber nie Verständigungsprobleme. Die Japaner sind sehr hilfsbereite Menschen, da funktioniert die Kommunikation mit Händen, Füssen und Gesten auch ohne gemeinsame Sprache.
  • WiFi: Oh ja, das lohnt sich! Das WiFi-Teil ist einfach online bestellt und haben wir am Flughafen Narita an einem Postschalter abgeholt, in Betrieb genommen und waren unendlich dankbar für den ständigen Zugang zum Internet, denn Google Maps war unser bester Freund, der uns stets auf den richtigen Weg geleitet hat. Ohne dieses Gerät hätten uns die Roaming-Gebühren einen Schlag verpasst. Praktischerweise kannst das WiFi-Gerät am Ende deiner Reise dann nur noch ins vorfrankierte Couvert packen und im nächsten Briefkasten einwerfen.
  • Geld: Etwas Bargeld vorab zu beziehen ist sicher schlau, da du so am einfachsten durch Japan kommst. Kreditkarten nehmen sie aber auch fast überall. Schwieriger wird es mit den EC-Karten bzw. Maestro. Denn nicht jeder Automat spuckt dir für deine EC-Karte auch Geld raus. Am besten informierst du dich online vorab darüber. Ich werde übrigens auch immer wieder gefragt, ob Japan denn nicht sauteuer wäre. Meine Meinung: Nein, die Schweiz ist teurer. Wir konnten gesund und üppig für umgerechnet CHF 10.- zu Mittag essen, aber klar auch mal ordentlich Geld lassen, wenn wir es edler haben wollten. Die Unterkünfte sind teilweise echt kostengünstig, besonders die Businesshotels. Das Teuerste ist wohl Tokio selbst, da dich diese Shoppingstadt einfach verrückt werden lässt.
  • Reiseführer: Lonely Planet – ist doch klar!
  • Medikamente: Rezeptpflichtige Medikamente würde ich auf jeden Fall mitnehmen. Ich habe mir vorab eine kleine Reiseapotheke zusammengesetzt, die ich aber glücklicherweise nie gebraucht habe. Was du im Sommer mitnehmen brauchst, ist ein Anti-Mückenspray, das ist echt ratsam! Falls dich dann doch ein paar von den Biestern erwischen, dann vergiss den ganzen Schweizer Parapic-Kram. In der japanischen Apotheke geben sie dir das beste Anti-Mückenstich Mittel. Keine Ahnung wie das Zeugs heisst aber das wirkt Wunder!
  • Souvenirs: Klar wollte ich mir einen schönen Kimono kaufen. Aber hey, die kosten ein Vermögen! Deshalb habe ich mich für eine Yukata entschieden, ein traditionelles japanisches Kleidungsstück aus Baumwolle, welches ich als Pyjama-Ersatz total angenehm empfinde. Die Yukatas bekommst du auch für kleines Geld und Schnäppchenjäger aufgepasst: die Sale-Season ist ca. im Juni/Juli. Zuschlagen lohnt sich!
  • Rolltreppen: In Tokio und sonst auch überall heisst die Devise «links stehen, rechts gehen», ausser eben in Osaka. Dort ist es genau andersrum.

Das sind wohl die wichtigsten Dinge, die du über deine zu planende Japanreise wissen brauchst. Bald geht es dann weiter mit ausführlichen Reiseberichten über Tokio, Kyoto, Osaka und vielen tollen Eindrücken, die dich von einer Reise nach Japan überzeugen werden.

Konichiwa bitches!
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