Kreativlos(t)

Kreativlos(t)
Liebste Fab,

An manchen Tagen wird die Leertaste einmal zu oft gedrückt. Keinesfalls tragisch, aber demotivierend. Schwirren doch an anderen Tagen so viele Ideen in meinem Kopf herum und dann plötzlich: Nichts. In diesen Momenten bin ich der Meinung, dass mein Geist wohl Ferien benötigt. Aber eigentlich reicht dann in der Regel auch eine kurze Auszeit. Auf Knopfdruck kreativ zu sein macht ja auch keinen Spass. Also rede ich mit weiterhin ein, das sei völlig normal.

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Das Buch klang aber auch vielversprechend: «Die Kunst ein kreatives Leben zu führen» von Frank Berzbach. Es liegt jetzt bestimmt schon seit mehr als einem Jahr bei mir auf dem Nachttisch, weit gekommen bin ich bis heute nicht. Irgendwie hab ich meine Mühe damit ein Buch über Kreativität zu lesen, wenn ich es doch auch einfach selbst sein kann. Ich will mal nicht so sein und gebe dem Ganzen erneut eine Chance. Das Buch sei schliesslich vielmehr Lebensratgeber (Stichwort: Work-Life-Balance) und keine Predigt. Wobei ich den Grat für sehr schmal halte.


Küss mich endlich

Ein weiteres Buch, das ich erst gerade kürzlich entdeckt habe, spricht mich umso mehr an und werde ich mir noch holen: «Musenküsse» von Mason Currey. Das Zitat auf dem Cover hat mich direkt angesprochen, weil es mir genauso ergeht.

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Daily dose. Flowers and books. A soothing combination.

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Das habe ich also mit Woody Allen gemeinsam. Aha. Die Dusche als kreatives Zentrum. Ob es am Dampf liegt oder am Rauschen? Auch egal, unter der Dusche ist es, als würde die Zeit stehen bleiben. Dabei kommen mir die besten Song- und Textideen, übe fleissig an meinem Gesang oder führe heftige Selbstgespräche. Scalmari Jane bringt es auf den Punkt:

Reflektieren, Auseinandersetzen, Revue passieren lassen, kreativ werden. Ich verdränge leidenschaftlich gern, mich mit mir und meinen Gedanken, Gefühlen, der Vergangenheit oder Zukunft auseinanderzusetzen. Es gibt allerdings einen Ort, an dem ich diesem Umstand nicht entfliehen kann und wo es jedes verdammte Mal knüppelhart zur Totalkonfrontation kommt. Unter der Dusche. Da holt mich dann alles ein und deshalb sind diese 10 Minuten – (mit rasieren und Haarkur auch gut und gern mal 20 oder 30) unter der Brause wie ein Hirnmarathon, eine Kreativkapsel, eine Psychoanalysestunde. Aber das ist auch gut so. Da ist schon viel wahnsinnig gutes Zeug bei rumgekommen.

Kleine Helfer

Bin ich schon vom vielen Duschen ganz weichgespült, so helfen mir folgende Aktivitäten meinen Kopf freizubekommen:

  • Wäsche waschen: Hat auch etwas Meditatives. Es riecht gut und braucht Geduld sowie Zeit jeden einzelnen Socken danach auf die Leine zu hängen.
  • Spaziergang: Ach, wie langweilig. Der Klassiker. Hilft aber tatsächlich oft. Und besonders auch wenns nur der Gang zum Bäcker ist, um sich einen Kaffee oder das Mittagessen zu holen.
  • Sport treiben: logisch.
  • Kochen: Besonders beim Gemüseschnibbeln. Konzentration ist gefragt und die hilft, den Kopf durchzulüften.
  • Musizieren: Lieblingsplaylist aufdrehen, mitsingen und tanzen. Am besten in Unterhose, Hemd und Socken, wie es uns einst Tom Cruise vorgemacht hat. Oder: Mal wieder die Gitarre hervorkramen und drauflos klimpern.
  • Lass uns darüber sprechen: In der Tat hilft es mir mit dir darüber zu sprechen, wenn der Kopf mal wieder nicht will.

Und zu guter Letzt: Schlafen! Denn morgen ist auch noch ein Tag.

Luftibus-Kuss von Bern zu dir nach Zürich,
Eve
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