Mad Max: Fury Road

Mad Max
Quelle: madmaxmovies.com

1000 Special Effects, Action pur und lauter schöne Schauspieler. «Mad Max: Fury Road» ist 120 Minuten reine Reizüberflutung oder wie ein gleissender Raketenstart ins schwarze Nichts.

Eins vorweg: Ich meide eigentlich Science-Fiction-Filme und hätte ich den Trailer vorab gesehen, ich hätte mir geschworen, das ist kein Film, den ich mir im Kino ansehen werde. Aber manchmal kommt eben alles anders, als man denkt und deswegen habe ich mich bei einem längst überfälligen Besuch in Bern der lieben Eve & Co. beim Kinobesuch angeschlossen. Mir war dann auch herzlich egal, welchen Film sie sich im Vorfeld ausgesucht hatte. Auf diese Weise habe ich übrigens auch einen meiner Lieblingsfilme entdeckt: «Inception» mit Leonardo Di Caprio, der mich ohne jegliche Vorkenntnisse richtig umgehauen hat. Daher waren die Vorzeichen schon ein gutes Omen.

Und auch Mad Max: Fury Road wird mir so schnell nicht aus dem Kopf gehen.

Von den vorangehenden Filmen 1-3, einer schönen Trash-Trilogie mit Mel Gibson, hatte ich natürlich ebenfalls keine Ahnung und alles was ich über Mad Max wusste war, dass Charlize Therons blonde Locken für diesen Film dem Millimeterschnitt weichen mussten. Aber diese Frau verunstaltet ja wirklich nur sehr wenig, wie wir bereits aus «Monster» wissen.

Ready, Set, Go

Also sassen wir im Kino, perfekt ausgerüstet mit Club Mate-Getränk sowie Familienpackungen an sauren Süssigkeiten und haben uns zuerst einmal über unsere viel zu grossen 3D-Brillen geärgert. Genau du liest richtig, in 3D sollte man sich dieses Spektakel also schon gönnen.

Ich kann dir versichern, so hast du das Gefühl, von der Kriegerkarawane überrollt zu werden.

Um dir ein wenig das Tempo und die Kraft der Bildsprache zu zeigen, starte ich mit dem Trailer.

Die Handlung kann ich dir ziemlich schnell und plakativ erklären:

In einer Einöde fernab irgendwelcher frei zugänglicher Vegetation herrscht der Tyrann Immortan Joe mit seinem Heer an Kämpfern. Mitten im Kampf um Wasser und Benzin verhilft Furiosa (Charlize Theron), eine Gefolgin des Tyranns, den fünf bildhübschen, als Gebärmütter missbrauchten Frauen zur Flucht in eine bessere Zukunft. Der nahezu unbesiegbare Max (Tom Hardy), ein Gefangener der Kampftruppe, schliesst sich der Gruppe bei der Flucht an und stellt sich auch dem Endkampf zwischen Gut und Böse. Man fährt also im Monster-Truck los, hängt alle Gegner ab, meistert alle Hindernisse, um am Schluss wieder umzukehren und an den Ursprungsort zu fahren.

Das nenne ich einfach einmal etwas ironisch: einen einfallsreichen Plot.

Fazit

Der Film fängt mit einer gewaltigen Jagd an: In den ersten Minuten konnte ich es mir einige Male nicht verkneifen, die Augen zu schliessen und erst etwas später wieder hinzuschauen. Das Tempo steigert sich immer mehr und bis zur Pause gibt es schlichtweg kein Durchatmen. Als der Screen zum ersten Mal schwarz wurde und ich nach rechts schaute, sah ich, dass es auch meinem Trüppchen nicht anders erging. Unsere Getränke blieben unangetastet, schliesslich mussten wir uns an unseren Sesseln festkrallen.

Ganz im Stil von «10 kleine Jägermeister…» bleiben auf der Flucht auch immer wieder Personen von der guten Seite auf der Strecke. Gleich zu Beginn trifft es die Schönheit Rosie Huntington-Whiteley, eine der fünf zu rettenden Frauen. Wahrscheinlich ein kleiner Wermutstropfen für die Männerwelt, da ihr die anderen vier Frauen, im Bezug auf Schönheit, nicht ganz das Wasser reichen können. Aber es bleibt ja die wunderbare Charlize Theron, welche auch mit ihren kurzen Haaren und schwarzem Schmieröl im Gesicht eine Traumfrau bleibt. Nicolas Hault wechselt mitten in der Jagd zwar die Seiten, die Sehnsucht nach Walhalla weicht kurzerhand der Sehnsucht nach einer rothaarigen Schönheit, aber leider muss auch er frühzeitig die Segel streichen. Für die Frauenwelt hält wenigstens Hauptdarsteller Tom Hardy mit seinen blauen Augen bis zum Schluss tapfer durch. Meine Bemerkung: Wer vermisst hier Mel Gibson? Ich sicherlich nicht.

Wir waren nach unserem Kinobesuch richtiggehend, ich kann es nicht anders ausdrücken, geflasht. Und dieses Gefühl hat noch stundenlang angehalten. Wenn du also auf der Suche bist nach einem Film, bei dem du zwei Stunden an nichts denken musst, der sämtliche Register an Spezialeffekten zieht und bei dem man nicht alles hinterfragt, dann kann ich dir «Mad Max: Fury Road» herzlich empfehlen. Mein persönliches Highlight war der absurde Gitarrist, der an vorderster Front bei den Kämpfen seinen wahnwitzigen Einsatz hatte. Sicherlich eine der Figuren, welche vom britischen Comicautoren Brendan McCarthy ins Drehbuch integriert wurde.

Jeder Kampf braucht auch die richtige theatralische Untermalung. Zwei Daumen hoch!

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