Mary Miso

Mary Miso

Täglich flattern bei uns eine beträchtliche Anzahl Mails herein. Was toll ist, schliesslich entdecken wir auch auf diesem Wege viel Neues. Wenn wir dabei auf solche Perlen wie Mary stossen, bin ich immer wieder von Neuem entzückt und weiss, warum ich das Bloggen so liebe.

Mary Frener hat viele Talente: Sie ist Köchin, Autorin und Foodbloggerin. Nach abgeschlossener Ausbildung zur Bäcker-Konditorin absolvierte sie die Ausbildung zur Köchin und arbeitete sich in Grand Hotels oder kleinen Gault-Millau Restaurants im In- und Ausland die Finger wund. Ende letzten Jahres packte sie ihre Rezeptkreationen zwischen zwei Buchdeckeln und veröffentlichte diese. Ihr drittes Buch « Mary Miso –Die Beilage zur Hauptspeise» steht ganz im Zeichen von Gemüse und Früchten – wer Fleisch sucht, der sucht hier für einmal vergeblich.

Je länger ich als Köchin arbeite, desto weniger interessiert mich Fleisch.

 

Damit hat sie mich natürlich sofort angesprochen: als Metzger-Enkelin bin ich sehr vorsichtig und achtsam im Verzehr von Fleisch. Die bunten, abwechslungsreichen Kreationen und die wunderschönen Präsentationen lassen aber auch alle Fleisch-Liebhaber schnell vergessen, dass die Beilagen für einmal ins Zentrum rücken.

 

Dito backt Brot

Als Erstes wollte ich gleich das Rezept für Apfelbrot testen und damit meinen Arbeitskollegen den Start in die Woche mit frischen Broten versüssen.

Hier das Apfelbrot-Rezept und meine Impressionen:

  • 375g Äpfel
  • 125g Dörrfrüchte geschnitten (z.B. Feigen, Pflaumen, Birnen, Datteln, Aprikosen)
  • 125g getrocknete Cranberries
  • 75g verschiedene Nüsse (ich habe mich aufgrund meiner Allergie für Cashews entschieden)
  • 50g Rum
  • 50g Wasser
  • 300g Dinkelmehl
  • 10g Backpulver
  • 1 TL Lebkuchengewürz
  • 100g Rohrzucker
  • 1 EL Kakaopulver
  • 1 Ei

 

Äpfel schälen und mit der Röstiraffel raffeln. Zusammen mit den Dörrfrüchten, Cranberries und Nüssen in Rum und Wasser einweichen. Über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Backofen auf 140 Grad (Umluft) vorheizen.

In einer Schüssel die eingelegten Äpfel mit den restlichen Zutaten von Hand mischen. Genügend Mehl auf der Arbeitsfläche verteilen. Falls es die ergeht, wie mir und das Ganze etwas gar flüssig daherkommt, kannst du mit der Zugabe von etwas mehr Mehl einen besseren Teig formen. Den Teig in drei Stücke teilen, daraus längliche Brote formen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und eine Stunde backen. Das Ergebnis hat allen Freude bereitet!

Auch die Randensuppe mit Wasabischaum aus Marys Buch habe ich bereits nachgekocht. Mein Fazit: beide Daumen hoch!

Mary Miso Design

Dieses Buch muss man einfach in Ruhe und mehrmals anschauen: Schönes Papier, hübsche Fotos und ein tolles Layout.

Was mich nebst den tollen Bildern an Marys Buch so fasziniert hat?

Ihre schonungslose Offenheit über die harte Arbeit. Ja, dank Jamie und Co. kochen wir alle wieder viel lieber und mit den richtigen Kniffen geht auch alles irgendwie halbwegs – selbst als Amateur. Die Arbeit in einer Küche oder das frühe Aufstehen als Bäcker erfordert allerdings absolute Leidenschaft für den Job, sonst hält man das kaum durch. Diese Liebe zu den Produkten, zum Kochen und zur Kreation merkt man Mary wirklich sehr an.

Mary im Interview

Nach meinen ersten Experimenten durfte ich Mary folgende Fragen stellen:

Beim Durchblättern ist mir aufgefallen, dass deine Rezepte mindestens 30 Minuten in Anspruch nehmen. Wieso?

Ja, denn ich bin der Meinung, dass gute Küche Zeit braucht. Es ist ein Phänomen unserer Zeit alles zu wollen, aber keine Zeit zu haben. Es fliegen nun mal keine gebratenen Tauben in deinen Mund. 

Du beschreibst in wenigen Worten, gar nur mit einzelnen Adjektiven, die schonungslose und harte Arbeit in einer Küche. Was löst bei dir einen persönlichen Glücksmoment aus, auch wenn gerade alles brennt und schmerzt?

Ich liebe es, Menschen glücklich zu machen. Und es freut mich, wenn ein leergeputzter Teller von zufriedenen Gästen zurückkommt. Letzte Woche durfte ich zu einem Gast an den Tisch und er überschüttete mich mit Komplimenten. Das macht mich glücklich.

Mary Miso Blog

Mary ist nicht nur Köchin, sondern hat eben auch das richtige Auge fürs Detail in der digitalen Welt. Das beweist sie auf ihrem eigenen Foodblog. Buch und Blog, aber vor allem Mary  selbst, finde ich richtig bombastisch. Mit Freude werde ich sicherlich weiter nach ihren Rezepten kochen und die Ergebnisse gerne hier mit dir teilen!

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