Ordinary Disegno

Ordinary Disegno

Mit dem Frühling kommt auch die Lust draussen zu sitzen, ein feines Gelati zu essen, die Sonne zu geniessen und ein «Heftli» zu lesen. Das konnte ich glücklicherweise letztes Wochenende tun und nahm gleich zwei Magazine unter die Lupe. Der Indie-Magazine-Onlineshop meines Vertrauens, LOREM (not Ipsum), überrascht aber auch immer mit tollen Neuentdeckungen und macht die Wahl zur Qual. Die Entscheidung erfolgt dann meist einfach aus der momentanen Laune heraus. Und die teilte mir mit: Setze auf tolle Bilder – neue visuelle Inspiration muss her!

Ordinary

Das erste Magazin ist eine absolute Punktlandung in Sachen Optik. Gewöhnlich? Weit gefehlt! Die Erstausgabe widmet sich Plastikbesteck und lässt diverse Interpretationen zu. So inszenieren die zwanzig Fotografen die drei Teile auf eigene Weise, um das für uns Gewohnte ungewöhnlich aussehen zu lassen und einen Gebrauchsgegenstand für die Nachwelt festzuhalten. Ich mag das Konzept von «Ordinary» und freue mich jetzt schon auf die nächste Ausgabe. (Preis: CHF 22.-)

The major items of cutlery are the knife, fork and spoon. They are commonly used for serving and eating food. Plastic spoons, forks, and knives are made for disposable use, and meant to be thrown away after one use.

 

Disegno

Meine Aufmerksamkeit hat dieses Magazin durch drei, für mich, magische Worte auf sich gezogen: Tsukiji fish market. Bäm! Und schon landete es im Warenkorb. Schliesslich ist der Bezug zu unserer Reise nach Japan nach wie vor stark präsent und der Beitrag über Tokio ausstehend (coming soon). Darüber hinaus weilt zurzeit meine liebe Tante in Tokio und findets bisher ganz prima (liebe R., wenn du das hier liest: ich freue mich schon auf deine Erzählungen!). Das Fotoessay behandelt logischerweise den sogenannten Fischmarkt in Tokio. Nur leider mit einem etwas traurigen Hintergrund. Denn der 80-jährige Markt, mitten in Tokio, wird im November umplatziert. Jasper Morrison hält daher einige Details fest, die den Fischmarkt-Charme ausmachen und gleichzeitig schon eine gewisse Melancholie vermitteln; über einen Ort, der schon bald der Vergangenheit angehört.

Des Weiteren überzeugt mich Disegno No. 10 mit einer überaus spannenden Gestaltung, die anlässlich der zehnten Ausgabe angepasst und überarbeitet wurde. Diverse Papiere, Farben, Schriften, Quer-und Hochformate vermischt, machen das Magazin zu einer Entdeckungstour durch ein grafisches Labyrinth. Empfehlenswert! (Preis: CHF 23.-)

A new approach to publishing requires a new approach to form.

 
– In Zusammenarbeit mit LOREM (not ipsum) –

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2 Comments

  • Meine liebste Evelyn! Du hattest in jeder Bezieung recht, was Tokyo angeht. Noch finde ich kaum Worte was die super freundlichen Menschen angeht. Dieser grosse Respekt den Mitmenschen gegenüber ist einfach nur grossartig. Für mich ist diese Reise ein grosses Geschenk. Gerne werde ich im Gepäck auf der Rückreise und ohne Steuern ein klein wenig von dieser rücksichtsvollen Kultur in unsere Breitengrade mitnehmen. Du schreibst vom fantastischen Fischmarkt – diesen werden wir erst am Samstag kennen lernen, da wir gestern vor verschlossener Tür standen, d.h. vor den leeren 1700 Ständen. Hin und wieder ist am Mittwoch geschlossen – nicht schlimm, der Markt läuft ja (noch) nicht weg. Alle die mit dem Gedanken spielen nach Tokyo zu reisen-nicht lange zögern sondern packen oder auch nicht, denn hier gibt es wirklich ALLES was das Herz begehrt. Sayonara!

    • Liebe Ruth, ich freu mich wahnsinnig über deine Worte und freue mich sehr, durfte ich dir den Anstupser geben doch noch Japan zu erkunden. 😉 Die Menschen sind wirklich einfach unglaublich freundlich und respektvoll, alles ist einfach friedlich. Ich freue mich auf deine Berichte und unser baldiges Wiedersehen. Deine Evelyn <3

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