Parfüm: ein Partner fürs Leben?

Parfüm

Man sagt uns Frauen ja gerne nach, dass sie sich in einer neuen Lebensphase stets an ihren Coiffeur des Vertrauens wenden und sich einen neuen Haarschnitt oder eine neue Farbe verpassen lassen. Eine optische Änderung ist für viele ein klares Statement: Ein neuer Anfang, ein neues Ich.

Wir Menschen verfügen aber über mehr Sinne als nur das Auge und da könnte man sich ja auch einmal auf eine olfaktorische Veränderung konzentrieren? Wenn ich mir das so konkret überlege, ist ein Parfümwechsel sogar etwas viel Intimeres als die Veränderung der Haarlänge oder -farbe.

Die Autoren des «Zeit Online» haben sich hier gar gefragt:

Ist Parfüm der neue Sex?

Die Nase ist ein entscheidender Faktor bei der Partnersuche, hinter dem Ausdruck «jemand gut riechen» können, steckt viel mehr als wir uns oberflächlich zugestehen wollen. Unsere Nasen lassen sich, lapidar gesagt, gerne verführen: Sei das von den Detailhändlern mit ihren gezielt eingesetzten Duftbotschaften oder eben auch durch den Duft des Gegenübers. Komplimente über den eigenen Duft sind etwas Einzigartiges und sicher auch mit ein Grund, warum ich meine zwei Parfüms seit Jahren immer wieder nachkaufe. Für gewisse Dinge entscheidet man sich und stellt sie dann nicht mehr infrage. Oder etwa doch?

Mein Duft und ich

Mich persönlich begleiten seit Jahren die gleichen Parfüms: Das Eau de Toilette Ame Toscane sowie das Eau Fraîche Thé Des Vignes von Caudalie. Nicht etwa zwei saisonale Varianten, die man je nach Winter oder Sommer austauscht, sondern zwei Düfte, die so leicht sind, dass man sie das ganze Jahr über tragen kann. Schwere Frauenparfüms sind mir nämlich ein Graus und drehen mir nicht selten den Magen um.

Da nun meine Düfte gleichzeitig fast leer sind, frage ich mich zum ersten Mal, soll ich beide nochmals kaufen oder eine Veränderung wagen?

Die Parfümsuche gestaltet sich aber auch wirklich als verflixt schwierig. Vor Schweden habe ich mir beispielsweise fest vorgenommen, mir einen neuen Duft zu suchen. Nach kurzen fünf Minuten habe ich den Duty Free bereits wieder verzweifelt verlassen. Es ist mir schleierhaft, wie man dort einen neuen Duft finden soll, wenn sich die Nase bereits nach zwei Duftproben komplett verschliesst. Und draussen hat man das Gefühl, man sei ein Düftbäumchen der Extraklasse.

Inspiration

Zu meinen Düften bin ich immer durch Bekannte oder Zufall gekommen: So habe ich die Muster jeweils an mir ausprobiert und musste später zurückkehren, um das Parfüm zu kaufen.

Eve ist auch dufttechnisch gesehen mein «Partner in Crime», denn ich habe gut die Hälfte ihres Badezimmers nachgekauft: so beispielsweise den Fig Fiction Body Mist von & other stories oder das Sunrise Duschgel von Rituals. Die Erinnerung an unseren ersten gemeinsamen Trip nach Berlin ist eng mit Sandelholz verknüpft, also habe ich mir letztes Jahr die Variante Coco & Sandelwood von Molton Brown zugelegt. Duftnoten, die ich sofort als Eau de Toilette haben möchte, aber nirgends finde.

Seit Längerem studiere ich auch an der Beach Walk-Variante von Maison Margiela rum. Ich mag die Duftrichtung, aber meistens ist es mir dieser Duft zu intensiv für den Alltag. Ich bleibe hier skeptisch, denn die Variante Lazy Sunday von Maison Margiela kann ich als einen meiner grössten Fehlkäufe der letzten Jahre verbuchen.

Also wende ich mich nun an dich, lieber Leser, wo und wie findest du deinen Duft?
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2 Comments

  • Ich liebe Veränderungen und in meinem Leben ist nur wenig Stillstand. Nur mein Parfum, dem bin ich schon seit über 10 Jahren treu und kann mir gar nicht vorstellen zu wechseln. Lacoste Red pour Homme ist und bleibt mein Duft 😉

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