Paris mon amour

Paris

Oh là là, Paris! Gebucht hatten wir im Februar, und zwar genau für eine Woche mitten in der Fussballweltmeisterschaft im Juli. Hinterher ist man klüger. Wir hatten einfach nicht daran gedacht, dass dann wohl fussballwütige Fans ganz Paris belagern würden. Doch es war ganz anders: Angenehm leere Strassen, weit weg von überfüllten Shops und Restaurants, und lediglich ein Abend inmitten von Fussballfans, die lachten, hupten und lustige Lieder vor sich her sangen. Zu unserem Glück also, gewann Frankreich das Spiel gegen Deutschland, denn so blieb die Stimmung ausgelassen.

Es war nicht mein erster Besuch in der Stadt der Liebe. Der erste war vor zirka zehn Jahren, damals begriff ich diese Stadt nicht. Sie war weit weg von Liebe, ich empfand sie als unfreundlich. Trotzdem gab ich ihr immer wieder aufs Neue eine Chance, bis ich beim wohl vierten Anlauf langsam ins Schwärmen geriet und mich beim vorletzten Mal, auf Solopfaden wohlgemerkt, verliebt habe. Das «auf-den-ersten-Blick»-Prinzip hat bei mir also nicht geklappt und ich kenne auch fast niemanden, dem es so ergeht. Paris muss man öfters besucht haben, um die ganze Pracht fassen und sich vollends fallen lassen zu können. Komm mit auf die Reise, denn hier zeige ich dir meine Paris-Favoriten!

Paris is always a good idea. – Audrey Hepburn

Parismonamour

Hotels

Das 9. Arrondissement ist eines meiner liebsten Bezirke. Raue Fassaden nebst schnörkeliger Stuckatur, unzählige Früchte- und Gemüsestände, tolle kleine Cafés und Bars sowie das Vergnügungsviertel Pigalle, welches angrenzt. Hier scheint alles möglich: Hipster vermischen sich mit Traditionalisten – Hauptsache die Augen und Ohren offen halten, damit du die kleinen Details nicht verpasst. Aus diesem Grund ist meine liebste Adresse das Hôtel Amour in der Rue de Navarin. Etliche Male bin ich nun im Hotel mit dem wohl kleinsten Fahrstuhl der Welt abgestiegen und nie enttäuscht worden. Jedes Zimmer ist anders gestaltet und für eine Überraschung gut. Doch dieses Mal wollte ich etwas Neues kennenlernen, und wie es der Zufall wollte, entdeckte ich dieses neue Juwel auf unserem liebsten Inspirations-Blog inattendu: Hotel Panache. Keine unbekannte Adresse, schliesslich nächtigte ich auch schon mit meiner Freundin A. im Schwesterhotel Paradis. Ebenfalls eine zu empfehlende Adresse.

Das Hotel Panache überzeugte uns auf voller Linie: Super Lage, tolles Design, zwei Balkone und damit eine grandiose Aussicht über die Dächer von Paris. Unseren ersten Abend verbrachten wir komplett im Hotel und liessen uns ein gutes Abendessen im Hotelrestaurant schmecken. Für Marc das Beste, was er in Paris essen konnte, er schwärmt noch heute davon. Ich hingegen war einfach hin und weg vom Interior-Design. 100 Punkte und eine starke Konkurrenz zu meiner bisherigen Liebe fürs Hotel Amour. Ich komme wieder Panache!

Hotel Panache, 1 rue Geoffroy-Marie, http://hotelpanache.com



Weitere Adressen


Essen & Trinken

Mein erster Besuch in Paris war wohl dahin gehend so enttäuschend, weil wir wirklich nicht gut gegessen hatten. Eine Katastrophe, wenn man bedenkt, dass die französische Küche als das Vorbild für alle Köche der Welt gilt. Zum guten Glück gibt es heutzutage Blogs, hippe Reiseführer und Tripadvisor. Wobei ich Letzterem nie wirklich vertraue und mich lieber auf intensive Recherche begebe, als dem Massentourismus zu folgen. Ich speichere dann alles in meine Google Maps oder auf dem Foursquare-Ableger Swarm, sodass ich dir an dieser Stelle ein paar Empfehlungen abgeben kann. Aber Vorsicht sei geboten: Paris ist ein wenig wie Berlin – was heute trendy scheint, ist morgen schon wieder out und nicht mehr an dem Ort, wo es einmal war…

Patisserie & Cafés

Frühstück 

Mahlzeit

Bars


Shopping

Halloooo? Muss ich wirklich gross etwas dazu sagen? Paris ist nicht nur die Stadt der Liebe, sondern auch der Mode. Hier kannst du nichts falsch machen. Und so kam es endlich dazu, dass ich mich in den Chanel-Shop wagte, um mir endlich die Slingback-Pumps zu kaufen. Nur müssen Schuhe passen und das taten sie leider nicht. Passen tut hier ansonsten alles, denn in jedem Arrondissement findest du tolle Boutiquen.

  • Merci: Der berühmte Conceptstore
  • Sézane: Der Onlineshop ist hier als Showroom zum Anfassen gedacht. Herkommen, anprobieren, online bestellen.
  • Girls in Paris: Zufällig auf einem Plakat entdeckt. Onlineshopping für Lingerie und Bademode.
  • Im 3. Arrondissement: Hier befinden sich alle meine liebsten Shops. Isabel Marant, COS, Cheap Monday, A.P.C., Helmut Lang, ACNE, und und und…
  • Nicht verpassen: Maison Kitsuné, Colette, Secondhand-Shopping bei Kiliwatch, Beauty bei Sephora, Céline…

Unternehmen

Die üblichen Verdächtigen, wie der Eiffelturm, Notre Dame und den Louvre werde ich an dieser Stelle umgehen und lasse dich einfach gerne wissen, was wir so unternommen haben. In Paris ist gutes Schuhwerk Pflicht, denn es ist weitläufig und bietet sich an, die Bezirke zu Fuss zu erkunden.

  • Schöne Aussichten gibt es auf dem Hügel der Sacré-Cœur und auf dem Riesenrad auf der Place de la Concorde.
  • Wie gesagt, das Louvre-Museum habe ich bisher nur von aussen betrachtet – der Zwischenpavillon lässt aber Einblick gewähren.
  • Ich liebe die kleinen Parks und Kioske, hier lässt sich das Treiben beobachten.
  • Wenn Museum, dann das Palais de Tokyo. Einfach Dienstags nicht, dann hats nämlich geschlossen (mussten wir nach langem Fussmarsch schmerzlich bemerken).
  • Metrostationen: Ich liebe sie einfach. Jede ist anders und auf ihre Weise schön. Augen auf beim Fahren!
  • Crazy Horse: Moulin Rouge ist von gestern. Das Crazy Horse ist nicht nur Vorlage für Beyoncé, es ist eine tolle Cabaret-Tanzshow fürs Auge.


Einen City-Guide, den ich dir unbedingt noch empfehlen möchte: The 500 hidden secrets of Paris. Oder auch das hier: Lost in Paris.

Au revoir Paris! À la prochaine!

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