Reisetagebuch: Vietnam 2

Vietnam

Unsere Reise durch Vietnam begann im Norden. Von Hanoi über Hue gelangten wir nach Hoi An. Das Ziel war klar vor Augen: immer weiter in den Süden! Ho Chi Minh City und das Mekongdelta waren deshalb unsere nächsten Stopps.

Hoi An: Natur & Essen

Wie im letzten Reisbericht erwähnt, war das kleine touristische Hoi An eine willkommene Ruhequelle. Die Weiterreise in die Grossstadt Ho Chi Minh City stand uns noch bevor und so genossen wir die Natur und das Kleinstadt-Feeling.

Besonders lustig fanden wir unsere Teilnahme am Kochkurs. Da haben wir verschiedene vietnamesische Gerichte zubereitet und gelernt, dass Frittieren eine heisse Angelegenheit ist. Als Souvenir von diesem Abend kaufte ich mir einen speziellen Sparschäler fürs Gemüse – klassisches Marketing-Opfer oder der Gedanke «brauche ich zwingend».

HCMC oder doch Saigon?

Mit dem Flugzeug reisten wir weiter nach Ho Chi Minh City (HCMC). Das ehemalige Saigon wird von den Einheimischen trotz der Umbenennung oft mit dem alten Namen erwähnt. Etwas verwirrend für uns Touristen, weil man nie wusste, was jetzt richtig ist. In HCMC ist ganz klar der westliche Einfluss zu spüren. Etwas, das mir anfangs sogar ganz recht war. Ein kurzer Zwischenhalt bei Dunkin‘ Donuts konnte ich mir nämlich nicht verkneifen.

Bei der längeren Rikscha-Fahrt (bei der uns die Einheimischen davon abrieten Handy-Fotos zu machen) erspähte ich noch viele bekannte westliche Marken mehr.

Simpel ausgedrückt: Ho Chi Minh City ist ein Mix aus Vietnam und Amerika.

Für ausgiebige Shoppingtouren hatten wir jedoch weder den grossen Koffer noch die nötige Zeit, denn unsere zwei Tage in HCMC waren vollbepackt mit Ausflügen.

Etwas schade, denn somit konnte ich die Restaurant-Tipps, die ich vorab erhalten hatte, gar nicht erst ausprobieren. Gerne gebe ich sie an dieser Stelle weiter, vielleicht versüssen sie ja dir den Aufenthalt vor Ort:

Folgendes jedoch kann ich sehr empfehlen: den BenThanh Street Food Market. Das Essensangebot und das Ambiente waren so gut, dass ich Fotos zu machen vergass. Gut gibt es Instagram.

 

 

Während unseres Aufenthalts in HCMC unternahmen wir zwei geschichtsträchtige Ausflüge. Wir haben sowohl dem War Remnants Museum als auch den Cu Chi Tunnels einen Besuch abgestattet. Beides äusserst schockierend aber auch sehr spannend zugleich. Für mich ein bedeutsamer und prägender Teil dieser Reise. Obwohl wir über den Vietnam-Krieg und seine Auswirkungen in der Schule unterrichtet wurden, ist eine Besichtigung vor Ort etwas, das man fürs Leben mitnimmt.

Niemals werde ich vergessen, wie unglaublich schmal diese Tunneleingänge waren und wie schnell ich wieder aus dem extra-breiten Tunnelabschnitt raus wollte.

Mekongdelta

Ein weiterer Ausflug führte uns auf die Phoenix Island (Con Phung) im Mekongdelta. Als bekennender Fan von Kokosnüssen in allen Formen und Farben hatte ich natürlich besondere Freude an diesem Trip. Der Ausflug bot aber auch viel Abwechslung: Nach längerer Busfahrt, wechselten wir auf das Motorboot und später gar auf ein kleineres Paddelboot. Was da alles neben uns im dunklen Wasser vor sich hin dümpelte, das wollte ich lieber erst gar nicht wissen.

Auf der Insel angekommen, besuchten wir eine Süssigkeiten-Manufaktur und deckten uns natürlich mit ganz viel Kokonuss-Süssigkeiten ein. In einem Höllentempo bretterten wir mit grösseren Tuk-Tuks durch die engen Strassen der Insel. Besonders geblieben ist mir auch das Mittagessen: Ein frittierter Elefant-Ohr-Fisch, aufgespiesst auf zwei Holzstäbchen. Besonders schmackhaft und die Zubereitung am Tisch war sehr authentisch – in jeder Hinsicht. Die Mittagssiesta verbrachten wir in Hängematten und genossen verschiedene uns unbekannte Früchte.

Wehmut kam auf, als wir realisierten, dass dies der Abschluss unseres Vietnam-Trips war. Wir haben die Durchreise in vollen Zügen genossen und ein Land entdeckt, dessen Natur, Geschichte wie auch Kultur für uns faszinierend, imposant, erschreckend und gleichzeitig unglaublich einnehmend ist. Ich bin wir sicher, dass wir eines Tages wieder nach Vietnam zurückkehren werden.

Natürlich war dies erst die Halbzeit unseres Trips: die Weiterreise nach Kambodscha stand uns erst noch bevor. Ob die Reise von einem ins andere Land reibungslos ablief und warum wir etwas Zeit benötigten, um Kambodscha von Herzen zu mögen, erfährst du im nächsten Reisebericht.
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