Sommer in Zürich

Sommer in Zürich

Eines vorweg: Ich hasse den «Kantönligeist» in der Schweiz. Diese ewige Rivalität ist manchmal wirklich frustrierend, denn jeder Ort hat doch etwas ganz Besonderes und jeder Akzent hat seine Eigenheiten. Aber es leuchtet mir ein, dass sich jeder in seiner eigenen Stadt besonders wohl fühlt und die Qualitäten gerne hervorhebt. Es ergeht mir mit Zürich ja auch nicht anders.

So kann ich mich noch so sehr an der Berner Offenheit, an der herzigen Altstadt in Luzern, an den wunderschönen Sonnenuntergängen in Zug oder an den grünen Feldern der Ostschweiz erfreuen – sobald ich in Zürich blind ins Tram steige, fühle ich mich einfach zu Hause.

Zu Hause ist dort, wo die Wege selbstverständlich sind.

Weil ich die Qualitäten von Zürich viel zu wenig rühme und die Stadt nicht immer zu schätzen vermag, hier eine kurze Aufzählung, warum ich mich hier eben doch pudelwohl fühle: Ich mag es, wenn ich an den Wochenenden auch nach sechs Uhr abends ein geöffnetes Geschäft vorfinde. Ich finde es toll, dass man auch unter der Woche bis spät in die Nacht eine unterhaltende Zeit haben kann. Ich freue mich über neue Shopkonzepte, die sich in Zürich versuchen, obwohl die Mietflächen nicht einfach zu stemmen sind. Ich könnte viel öfters frühmorgens stundenlang am Bürkliplatz neben den Touristen stehen und die Weite des Sees und die klare Sicht auf die Berge bewundern. Ich schätze die Eigenheiten, die jeder Kreis hat und ich bestaune gerne blühende, versteckte Seitenstrassen, die ich entdecke, wenn ich von A nach B einen anderen Weg einschlage. Und ich staune, wie schnell die Stadt nach einem Grossfest wie der Streetparade wieder sauber ist (muss ja auch mal gesagt werden).

Momentan erleben wir ausserdem gerade einen ausserordentlich heissen Sommer (okay, ausser den letzten vergangenen Tagen) und die Badeferien im Ausland müssen bei mir noch etwas warten. Aus diesem Grund halte ich hier fest, wo ich mich in Zürich gerne aufhalte (und hoffe damit auf die Rückkehr der heissen Tage!):

  • Den Summergarte beim Kasernenareal habe ich erst dieses Jahr entdeckt: Bier und Grilladen – mehr braucht es nicht für einen tollen Sommerabend mit Freunden.
  • Rio Bar: Stets chronisch überfüllt. Trotzdem geniesse ich die letzten Sonnenstrahlen mit einer Rhabarber-Schorle auf der Bank im unteren Bereich jedes Mal sehr.
  • Good to Go: Wenn ich einmal über Mittag Zeit finde und in Zürich bin, dann schätze ich die feine Auswahl von Good to Go.
  • Nasse Abkühlung: Das Strandbad in Wollishofen wurde mir erst gerade empfohlen und ich muss sagen, die Ruhe gefällt mir dort zur Abwechslung sehr gut. Da nehme ich den weiteren Weg sogar gerne in Kauf.
  • Bar Basso: Ich mag die türkisen Aussenstühle und die Location gleich an der Strasse und dem Schwimmbad. Irgendwie versprüht diese Kombination komischerweise für mich Sommer pur.
  • Direkt neben der Bar Basso ist die Baradox: Hier habe ich die beste Bloody Mary getrunken.
  • Die Polyterrasse: Die Aussicht von links nach rechts ist unverwechselbar und am Wochenende ist es manchmal trotz der tollen Aussicht menschenleer.
  • The International Beer Bar: Gleich neben dem Riff Raff öffnet sich eine riesige Auswahl für Bierliebhaber. Da findet jeder ein Bier nach seinem Geschmack.
  • Das Raygrodski: Die Cocktails sind sensationell und die Location spitze. Das ist überall bekannt, aber erwähnen muss ich es trotzdem.
  • Das Café du Bonheur überzeugt mich einfach jedes mal von Neuem: Leckere Abendküche, netter Service und ein charmanter Brunch.
  • Sommer und indisches Essen gehören für mich zusammen: Das absolut beste Knoblauch Naan finde ich im Malabar Restaurant in Oerlikon.
  • Roots: Erst gerade eröffnet, aber ausgestattet mit dem Potential ein neuer Liebling von mir zu werden. Sehr leckere Smoothies und Salate und eine sehr herzliche Gastfreundschaft.
  • Sonne tanken, das geht perfekt auf dem Sonnendeck!
  • Ganz oben auf meiner Sommer-to-do Liste steht der Besuch beim Cocoa Beach im Parkhaus West im 9. Stock an der Förrlibuckstrasse 151. Ob der Pool und der Strand halten, was die Bilder versprechen. Ich bin gespannt!
  • Ein Sommer ohne Eis, ist kein Sommer. Diesen Sommer erfreue ich mich neuerdings an den hausgemachten «Eis am Stil-Kreationen» von Oh! sweetest thing. Jeden Samstag kriegt man dort sogar Filterkaffee von Bear Brothers and Cow!
  • Trotz der heissen Temperaturen verspüre ich hin und wieder die Lust nach einem guten Burger mit Pommes: Dann zieht es mich the bite oder in die Beiz zum Gaul.

Das sind meine persönlichen Highlights meiner Stadt. Was habe ich bisher verpasst und muss ich diesen Sommer noch dringend entdecken? Verrate mir doch deine Tipps, ich würde mich sehr darüber freuen.

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