Tattoo Me

Erin Wasson Tattoos
©Erin Wasson

Hättest du mich vor 8 Jahren gefragt, hätte ich dir folgendermassen geantwortet: «Was, ich mich tätowieren lassen? Hahaha, nein Danke!» Lange Zeit war ich der Überzeugung, als alte Frau so sterben zu wollen, wie ich geboren wurde. Also ohne irgendwelche Tintenflecke auf meiner Haut – die Altersflecken sollten genug der Verzierung werden. Und seien wir ehrlich, Tattoos auf alter runzeliger Haut wecken nicht gerade positive Assoziationen.

Dennoch, das Schöne am Leben ist, dass es nie so herauskommt, wie man es erwartet. Es überrascht einen und das Beste daran: Man überrascht auch sich selbst ab und an. Auch wenn es manchmal traurige und einschneidende Erlebnisse sind, die einen verändern, auch das hat sein Gutes. So auch meine Entscheidung, nun doch den Schritt zu wagen. Grund dafür: Ein für mich ganz besonderer Mensch hat sich vor fast 6 Jahren abrupt aus dem Leben verabschiedet und mich und mein Leben zu einem grossen Stück verändert. Obschon diese Person mich tagtäglich in Gedanken begleitet, so möchte ich doch etwas für mich Sichtbares, das diesem Gefühl Ausdruck verleiht. Das Motiv stand sogleich als Erstes fest, danach die Platzierung am Körper. Es ist daher ein wohlüberlegter Schritt und somit auch eine feste Überzeugung mittlerweile.

Das Schwierigste am Prozess: den oder die richtige Tätowierer/in. Ich habe mir einige Künstler angeschaut und musste feststellen, dass mir entweder der Stil missfällt, die Person dahinter nicht sympathisch ist oder die Philosophie des Tattoo-Studios mir nicht entspricht. Ein solch persönliches Tattoo soll jemand kreieren, der die Relevanz dahinter versteht und sein/ihr Handwerk beherrscht. Darüber hinaus sind auch Hygiene, Verlässlichkeit und schlussendlich das Bauchgefühl entscheidende Faktoren, ob es die oder der Tätowierer/in werden soll. Gehe dabei keine Kompromisse ein – es lohnt sich auf die/den Richtige/n zu warten!

Für mich ist es endlich soweit: Nach langer Suche und «mit-mir-selbst-hadern», habe ich einen Termin, die richtige Tätowiererin (ja, für mich war klar, dass es eine Frau stechen sollte) und bin super aufgeregt, da ich es kaum erwarten kann. Das Bauchgefühl stimmt und das war für mich das Entscheidende. Klar ist für mich auch jetzt schon, dass es nicht nur bei dem einen Tattoo bleiben wird, dafür habe ich mittlerweile schon zu viele Ideen, die ich gerne umsetzen würde. Schön finde ich nach wie vor kleine, filigrane Tattoos, mit denen ich Menschen, Momente, Erinnerungen oder Dinge assoziiere.

Nun bleiben mir noch genau 24 Tage, um meine Angst vor den Schmerzen und den Respekt vor dem Moment der endlichen gefühlten «Ewigkeit» zu verdrängen. Bin dann halt doch ein kleiner Schisser, aber wie sagt man doch gleich:

Wer schön sein will, muss leiden.

Wie das Resultat aussehen wird, erfährst du natürlich hier auf Ditomag.

Falls du selbst noch auf der Suche nach Inspiration oder tollen Tattoo-Künstlern bist, hier meine Insta-Tattoos-Highlights für dich!

 

Die wundervolle Marla Moon aus Madrid, für ein solch präzises Tattoo fliege ich gerne nach Spanien!

 

Für Dr Woo fliegt auch Fab nach L.A. – die filigranen Kunstwerke sind genau nach unserem Dito-Geschmack.

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Lil heart goes a long way

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Susanne König aka Suflanda ist die Königin der Herzen! Ein Ausflug nach Amsterdam ist schon vorprogrammiert.

 

Mein Geliebter M. flog dafür extra zu ihm: Ien Levin lebt gefährlich bodenständig in Kiev. Ein wahrer Lebenskünstler!

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For @moodwood

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Rough enough, tough enough? Raphael Bühlmann aka RUFFKID hat sich echt weiterentwickelt! Da musst du nicht lange suchen, in Zürich findest du «the man».

 

Kommen wir zur AKA Berlin Fraktion mit: Barbe Rousse, Sophie Lee und Madame CHäN

 

 

 

Zu guter Letzt: Meine Tätowiererin-Wahl Yasna Ishaque in ihrem «Vergiss mein nicht» Tattooatelier in Zürich.

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