Yogamarket Ibiza Retreat

Yogamarkt Ibiza Retreat

Wie du vielleicht auf Facebook mitbekommen hast, haben wir vor einigen Wochen eine kleine #digitaldetox Kur eingelegt. Das lag insbesondere daran, dass ich auf Ibiza geflogen bin, um dort eine Woche lang Yoga zu praktizieren. Und seien wir ehrlich, eine Woche Erholung und dreimal täglich Yoga sowie nebenbei einen Blog zu führen, das geht irgendwie nicht ganz auf. So konnte ich nämlich mal wieder etwas lesen, viel schlafen und die Sonne einfach geniessen, auch wenn ich trotzdem ab und an online war. Fab nahm es ebenfalls gelassen und genoss die kleine Auszeit im Zürcher Alltag.

Auf Ibiza war ich vorher noch nie, dementsprechend war die Vorfreude gross. Allerdings ganz untypisch für mich, war meine Vorbereitung. Denn die gab es erst gar nicht. Ich wollte einfach auf die Insel fliegen und mich überraschen lassen. Ganz ohne jegliche Erwartungen, die Seele baumeln lassen – ja, das war mein Vorhaben für das Yogaretreat.


Auf das Yogamarket Ibiza Retreat bin ich natürlich nicht einfach so gestossen. Ich kenne das Yogastudio schon länger und war schon einige Male in den gut besuchten Stunden. Die liebe Alexandra Frei, die Inhaberin vom Yogamarket, ist dann letztes Jahr auf mich zugekommen, da sie eine neue Website benötigte. Mit Freude nahm ich das Projekt an und realisierte als «Tätschmeisterin» gemeinsam mit einem tollen Team (u.a. mit moodwood, Whatwedo und Tamara Janes, meiner Zimmergenossin auf Ibiza) die frische, neue Website. Das eine führt eben zum anderen und schon fand ich mich in diesem Yogaretreat auf Ibiza wieder.

Ich praktiziere eigentlich schon seit meiner Studienzeit Yoga, genauer gesagt, Yoga mit längeren monatlichen und sogar jährlichen Unterbrüchen. Seit ca. einem Jahr gehe ich wieder regelmässiger, umso gespannter war ich auf die Erfahrung. Des Weiteren begab ich mich dadurch auch in ein soziales Experiment, denn ausser drei Personen, kannte ich keine Menschenseele. Und es sollten dann ja doch ca. 20 Personen sein, mit denen ich die Woche verbringen würde. Kein leichtes Unterfangen mit so vielen unterschiedlichen und unbekannten Leuten, so dachte ich.

Auf Ibiza angekommen, mussten wir es uns unbekannterweise zu viert zunächst noch ein paar Stunden in einem Restaurant gemütlich machen, bevor wir zum Retreat fahren durften. In der Annahme, dass wir sicher nicht gleich am ersten Abend Yoga praktizieren, gönnte ich mir zur Feier meines Ferienstarts zwei Bierchen. Aber denkste! Kurz, nachdem Tamara und ich unser Zimmer in Beschlag genommen hatten, ging es schon mit der ersten Yogastunde los. Wie wunderbar die Luft auf Ibiza ist, spürte ich gleich in der ersten Stunde auf der Matte. Die leicht salzige Meeresbrise, das rascheln der Palmen, die Vögel… hach, ich kann nur schwärmen! Yoga draussen zu praktizieren und das bei 30 Grad ist einfach unbeschreiblich.


Locker und beflügelt ging es nach dem abendlichen Yogastart sogleich an den Tisch, schliesslich hatten wir alle nach der Reise Kohldampf. Die Stimmung war von Anfang an gut, die weibliche Überzahl deutlich zu sehen (es gab unter uns lediglich 2 Yogis) und jeder nahm gleich dort Platz, wo es Platz hatte. Und was dann kam, ja mit dem hatte wohl niemand gerechnet. Denn wir wurden wirklich verwöhnt! Brunch und Abendessen warteten die ganze Woche auf uns, köstlicher habe ich wohl noch nie gegessen in den Ferien. Annette und Tele, unsere Kitchencrew, die uns einfach umgehauen haben!

Reduce to the max!

So lautete das Motto der ganzen Woche. Das Essen war auf seinen Ursprung reduziert, heisst: keine künstlichen Zutaten, alles frisch zubereitet, sodass man jede einzelne Zutat rausschmecken konnte. Aber nicht nur das Essen war der Hit, der ganze Tagesablauf hat mich positiv überrascht! Um 7 Uhr ging es mit einer halben Stunde Meditation los, danach eine Stunde leichtes Yoga mit Atemübungen, um warm zu werden. Bis dahin wurden wir darum gebeten die Morgenroutine schweigend zu verbringen, was ich ab dem zweiten Tag doch sehr genoss (am ersten Tag hatte ich das nämlich total vergessen und plapperte Tamara gleich voll, hihi). Nach einer kurzen Snackpause mit leckerem Tee und Maiswaffeln ging es dann in die 2-stündige Yogapraxis, die täglich anders gestaltet war. Ich muss anmerken, dass mir besonders dieser Aspekt sehr gut gefallen hat. Denn durch die Abwechslung konnte ich stets neue Kraft schöpfen und kann dir jetzt schon verraten, dass sich nach nur einer Woche intensivem Yoga meine Körperhaltung deutlich verändert hat. Die Abwechslung brachten auch die Lehrerinnen rein, denn nebst Alexandra war auch die liebe Monique vom «Yoga Seefeld» vor Ort. Die beiden Mädels haben das echt so superharmonisch gemacht und hatten stets ein offenes Ohr für Fragen und Anliegen. Danke an dieser Stelle für das wirklich grandiose Team und die Organisation!

Ab der Mittagsstunde waren wir auf uns gestellt. Einige verbrachten den Tag am Pool, andere gingen mit dem Auto oder dem Roller auf Erkundungstour, #swagneasy eben. Tamara und ich entschlossen uns spontan ebenso einen Roller zu mieten und ich kann jetzt tatsächlich voller Stolz sagen, dass ich (noch vor meinem 30. Lebensjahr!) einen Roller unfallfrei gefahren habe. Ja okay, ein paar brenzlige Situationen hatten wir vor uns, glücklicherweise war das dank meiner Begleiterin Tamara ein Kinderspiel. Sie navigierte uns zu den Stränden und gab mir Rückendeckung, sodass ich von Mal zu Mal besser wurde beim Fahren (merci, du Gefährtin!). Leider vergassen wir vor lauter Fahrfreude einen Schnappschuss davon zu machen, du musst es mir jetzt halt einfach glauben.

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superbude!

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Ab 18:30 Uhr waren wir dann alle wieder vollzählig auf der Matte und praktizierten für 1.5 Stunden das nicht weniger anstrengende Yin Yoga. Danach freuten wir uns stets auf das köstliche Abendessen und liessen den Abend gesprächig ausklingen. Um 22 Uhr waren alle meist schon so müde, dass wir glücklich und zufrieden den Weg ins Bett suchten und fanden. Das Tollste daran: Die meisten Nächte verbrachte ich nämlich unter freiem Himmel und war überrascht, wie gut ich geschlafen hatte. Ein weiteres Highlight! Aber es sollte nicht das Letzte sein: Denn das besondere Highlight für mich war die vorherrschende Harmonie zwischen allen Teilnehmenden. Man tauschte sich aus, lernte den einen oder anderen etwas besser kennen und liess den anderen, um sich herum, Platz zum Durchatmen. Schliesslich hatten wir alle dasselbe Ziel vor Augen: Abschalten, loslassen, entspannen.

Fazit

Mein Beitrag ist nun doch etwas länger als erwartet geworden. Dadurch, dass es mein erstes Yogaretreat war und ich es ohne oder zumindest wenigen Erwartungen angegangen bin, musste ich die vielen Eindrücke und das Rundumerlebnis einfach umfangreicher festhalten. Ich kann das Yogamarket Retreat wirklich jedem empfehlen, der eine Woche Auszeit sucht und sich dieser auch hingeben kann. Anfänglich hatte ich Mühe meine Gedanken und meinen Kopf wirklich freizumachen, mich einfach treiben zu lassen. Doch gegen Ende der Woche merkte ich, wie mir die körperliche Anstrengung, die Luft und neuen Begegnungen zu Energie und Entspannung verholfen. Besonders an meiner Körperhaltung konnte ich das feststellen und an der überraschenden Erkenntnis, dass ich meine Beine doch nach oben durchstrecken kann (yes, I can!). Für mich persönlich war die Woche genau richtig und ich bin sicher, dass ich das wiederholen werde.

Ob das auf Ibiza sein wird, bezweifle ich allerdings. Obwohl das Haus doch sehr schön war, insbesondere die Poollandschaft, hat mich die Insel selbst nicht umgehauen. Sie hat einige tolle Strände zu bieten und der Abstecher in die Altstadt war echt schön. Das bekannte «Sunset Ashram» viel zu überlaufen und der «Hippy Market» ein Touristenmagnet. Die Inselangebote sind um einiges zu teuer und ich denke mir dabei eher «been there, done that». Ist aber auch nicht tragisch, denn der Yogamarket bietet noch einige tolle andere Destinationen und somit habe ich noch besseren Grund neue Gefilde zu entdecken.

Yogamarket Retreats 2016: Infos hier.

Goa: 24. – 31. Januar
Ringgenberg: 28. April – 1. Mai 2016
Mallorca: 4. bis 11. Juni 2016
Mallorca: 27. August – 3. September 2016
Apulien: 24. – 30. September 2016

Und so war das auf Ibiza in Bildern. Namaste!
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